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Derby auf einer anderen Ebene

02.12.2011 | 19:23 Uhr
Derby auf einer anderen Ebene
Dennis Hermann (rechts) präsentierte sich zuletzt in guter Form und will dies auch im Derby unter Beweis stellen. Foto: Alexander Cremer.

Handball-Oberliga: VfL Eintracht Hagen II - SG Schalksmühle-Halver (Sonntag, 14.30 Uhr, Enervie-Arena).Wenn die Eintracht aus Hagen und die SGSH im Südwestfalenderby aufeinandertreffen, geht es immer hoch her, spielen die Emotionen eine ganz große Rolle – vor, während und nach dem Schlager.

In diesem Jahr ist allerdings alles etwas anders. Die Mannschaft von Trainer Mathias Grasediek trifft nicht auf die „große“ Eintracht mit dem Ex-Schalksmühler Marc Oberste, sondern nur auf die Zweitvertretung mit den Ex-Schalksmühlern Niklas Polakovs auf dem Feld und Max Polakovs als Co-Trainer auf der Bank.

„Das Spiel steht diesmal auf einer anderen Ebene“, bestätigt SGSH-Trainer Mathias Grasediek. „Wir spielen jetzt gegen die Hagener Jungvertretung. Einige dieser jungen Spieler waren ja auch schon mal in unserem Interessenfeld.“ Das Ziel bleibt das dasselbe – ein Sieg im Südwestfalenderby. „Wir verlieren gegen jede Mannschaft ungern, da reiht sich Hagens Zweitvertretung jetzt eben ein“, versucht Grasediek das Spiel in den Bereich der Normalität einzustufen. „Wir können mit einem Sieg in Hagen einen ganz großen Bigpoint landen, weil sich die Mannschaften hinter uns gegenseitig die Punkte wegnehmen“, gibt es für SGSH-Trainer einen zusätzlichen Anreiz.

Erst einmal müsse aber seine Mannschaft ihre Hausaufgabe am Ischeland erledigen. „Hagen hat eine junge Mannschaft, die ihr Können schon mehrfach unter Beweis gestellt, vor allem am Saisonanfang“, lässt sich Grasediek von der Talfahrt des Aufsteigers mit zuletzt 4:12 Punkten in Serie nicht blenden. „Wir sind gewarnt und werden die Aufgabe genauso ernst nehmen wie jedes andere Spiel auch.“

Mit welchem Personal Gra-sediek in der Enervie-Arena auflaufen kann, steht noch nicht fest. Valdis Gutmanis hat bisher erst locker trainiert, soll aber noch einem Härtetest unterzogen werden. „Wir werden aber nichts riskieren“, macht der Trainer deutlich. Gleiches gilt auch für Thomas Hitzemann, der sich seit Wochen trotz Schmerzen im Knie in den Dienst der Mannschaft stellt. „Das kann man ihm nicht hoch genug anrechnen. Wir müssen aber aufpassen, dass daraus kein längerer Ausfall wird.“ Deshalb wird nach Marc Bardischewski auch Kevin Herzog als Alternative für den Rückraum mit nach Hagen fahren.

Thomas Dietrich

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