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SG Schalksmühle-Halver I:

Dennis Zielony der Matchwinner

14.02.2010 | 20:00 Uhr

Handball-Regionalliga: HSG Rheinbach-Wormersdorf - SG Schalksmühle-Halver 19:20 (6:9). In einer torarmen Partie, die von zwei starken Abwehrreihen und zwei noch stärkeren Torleuten Daniel Braun und Dennis Zielony geprägt wurde, feierte die Grasediek-Sieben einen wichtigen Auswärtssieg.

Fielen im Hinspiel (35:31 für die SGSH) noch 66 Tore, waren es im Rückspiel gerade einmal 39. Vor rund 350 Zuschauern in der engen Sporthalle Berliner Straße in Rheinbach dauerte es 7:07 Minuten, bis das erste Tor fiel. Thomas Hitzemann brach den Bann mit seinem Treffer zum 0:1. Bis dahin übertrafen sich beide Mannschaften im Auslassen guter Möglichkeiten. Julian Krieg (daneben) und Christian Feldmann (scheiterte an Braun) verwarfen jeweils einen Siebenmeter, auf der anderen Seite parierte Dennis Zielony zweimal gegen Vester und Marquardt.

Handball-Regionalliga: HSG Rheinbach-Wormersdorf - SG Schalksmühle-Halver 19:20 (6:9). Jubelnde SGSH-Fans feiern den knappen Auswärtssieg. Foto: Alexander Cremer

Der erste Treffer brachte allerdings keine Besserung, nach einer Viertelstunde stand es erst 2:2! Feldmann, Hitzemann und Hermann fanden ihren Meister in Braun, Zielony blieb gegen HSG-Trainersohn Schwolow, Vester und Marquardt der Sieger. Ein Doppelschlag von Kannegießer bescherte Rheinbach die erste Zwei-Tore-Führung (4:2, 18.), die der Mitaufsteiger bis zum 5:3 (20., Vester) verteidigte. Dann wendete sich das Blatt. Rheinbach blieb acht Minuten ohne Torerfolg, was die Grasediek-Sieben, die Tobais Schwolow nun offensiver deckte, aber nicht konsequent ausnutzte. Zwar drehten Buff, Buchholz, Krieg und Brauckmann das Ergebnis in eine 8:5-Führung für die Gäste. Doch eine mögliche Vorentscheidung schon zur Halbzeit verhinderte die weiterhin schwache Angriffsleistung.

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Die Angriffsreihen auf beiden Seiten verkrampften zusehends, während die Deckungen gut arbeiteten und nicht viel zuließen. So kam Rheinbach auf 9:10 (35., Mosemann) heran, schaffte den Ausgleich im weiteren Verlauf aber nicht. Die Grasediek-Sieben setzte sich wieder auf drei Tore ab und sah beim 16:13 (45., Krieg), 17:14 (52., Buff) und 19:16 (56., Buff) schon wie der sichere Sieger aus. In den letzten fünf Minuten zog Rheinbachs Trainer seine letzte Trumpfkarte und schickte in Ballbesitz sieben Feldspieler aufs Parkett. Das brachte die Gäste aber nicht aus der Fassung. Im Gegenteil, Christian Feldmann traf vom Mittelkreis ins leere Tor zum 18:15 (55.) für die SGSH. Eng wurde es trotzdem noch einmal (18:19, 57.). Erst, als Dennis Zielony 49 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 20:18 für die Grasediek-Sieben einen Siebenmeter von Schwolow parierte, konnte der Gast aufatmen.

HSG: Braun, Klein (n.e.) - Schwolow (6/2), Mosemann (2), Krüger, Grommes, Kallweit (3), Hammann (2), Gunkel, Kannegießer (3), Marquardt (1), Hoffmann (1), Vester (1), Löwenthal.

SGSH: Zielony, von Oepen (n.e.) - Burmeister (1), Hermann, Brauckmann (2), Brugger (n.e.), Feldmann (3), Stuhldreher, Wilhelm (1), Krieg (5/2), Lemke (n.e.), Buff (4), Hitzemann (2), Buchholz (2).

Schiedsrichter: Holger Gillmann/Ingo Müller (Krefeld/Meerbusch). Zeitstrafen: HSG (3), SGSH (2). Zuschauer: 350.

TRAINERSTIMMEN

Dietmar Schwolow (Rheinbach): „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit abgegeben, weil wir eine unterirdische Angriffsleistung gezeigt haben. 19 Tore zu Hause sind nicht viel und damit kannst du nicht gewinnen. Kämpferisch hat meine Mannschaft alles gegeben. Der Sieg für Schalksmühle ist insgesamt betrachtet verdient.”

Mathias Grasediek (SGSH):Auch wenn ich drei Euro ins Phrasenschwein werfen muss, Rheinbach war der erwartet schwierige Gegner. Wir haben gegen deren gut organisierte Abwehr schlecht gespielt und zu viele Chancen leichtfertig verschenkt. Wir können uns bei unserem Torhüter Dennis Zielony für die zwei Punkte bedanken, über die ich sehr froh bin.”

Thomas Dietrich

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