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Das System ist noch etwas dumm

11.08.2009 | 17:52 Uhr

Plettenberg/Neuenrade. Seit dem letzten Wochenende hat der elektronische Spielbericht Einzug in die höherklassigen Fußballklassen gehalten.

Und mit dem Ergebnis sind Landesliga-Staffelleiter Ernst Moos, Geschäftsführer Andreas Klippert vom TuS Plettenberg und Schiedsrichter Christian Liedtke sehr zufrieden.

Bei seinem Dreifach-Besuch zum Landesliga-Start in Plettenberg, Niederschelden und Salchendorf wollte sich Staffelleiter Moos selbst ein Bild von der Einführung des elektronischen Spielberichts machen. Das Fazit des Siegerländers: „Es hat gut funktioniert”. Nur einmal hakte es. „Kaan hatte Probleme mit dem Internet. Man hat dort eine halbe Stunde gebraucht, um reinzukommen.”

Für alle Beteiligten - Vereine, Schiedsrichter und Staffelleiter - ist mit dem elektronischen Spielbericht Schlus mit der Papierflut. Bislang mussten die Spielberichte als Vierfachkopie an den Staffelleiter, Schiedsrichter-Sachbearbeiter und die Kreisvorsitzenden der Vereine geschickt werden.

Das sieht jetzt ganz anders aus: Wenn der Unparteiische nach dem Spiel seine Angaben eintippt und den Bericht dann freigibt, hat der Staffelleiter schon einen elektronischen Zugriff. „Bei normalen Spielen dauert das fünf Minuten”, berichtet Schiedsrichter Christian Liedtke vom TuS Neuenrade. Allerdings müssen sich die Referees während der 90 Minuten mehr notieren. Denn im elektronischen Spielbericht wird u.a. „jede einzelne Karte eingetragen” (Liedtke).

Vereine sind in Vorleistung getreten

Der 26-Jährige ist im Fußballkreis Lüdenscheid für die Online-Ausbildung seiner Kollegen zuständig. Auf Kreisebene kommt es erst in der nächsten Saison zum Ernstfall. Gerade für ältere Unparteiische wird das eine große Umstellung sein.

Wie fast alle anderen Vereine ist auch der TuS Plettenberg in Vorleistung getreten. So hat der Landesligist für rund 30 Euro im Monat einen Laptop inklusive Telefonleitung angemietet. „Das ist aber relativ preisgünstig”, will sich Geschäftsführer Andreas Klippert nicht beschweren. Der Schiedsrichter hat in Plettenberg in seiner Kabine sogar eine Online-Verbindung für den Spielbericht. Er muss nach der Partie erst gar nicht mehr ins Geschäftszimmer kommen.

Für TuS-Vorstandsmitglied Klippert ist es „eine Erleichterung”, keine Spielberichte mehr per Post rausschicken zu müssen. In einem Punkt sieht der Geschäftsführer aber Nachholbedarf. „Das System ist relativ dumm.” So ist das Netz noch nicht in der Lage, „festgespielte” Kicker zu entdecken. Das bleibt zunächst Sache der Staffelleiter.

Martin DROSTE

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