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Dämpfer für Tabellenführer

13.02.2012 | 18:11 Uhr
Dämpfer für Tabellenführer
VfB Altena bei TuS Volmetal II, Szene mit Robin Kern. Foto:Lutz Großmann

Altena.Michael Kern taucht erstmal ab. Der Trainer des Handball-Bezirksligisten VfB Altena flüchtet jedoch nicht wegen der 31:34-Pleite seiner Mannschaft beim TuS Volmetal II in die Ferne, sondern nutzt das kommende spielfreie Karnevals-Wochenende zu einem Tauchurlaub in Ägypten.

Kern gewinnt ein paar Tage Abstand vom Handball, dürfte sich aber am Meer trotzdem Gedanken darüber machen, warum sein Team nach acht Siegen in Folge die zweite Saisonniederlage einstecken musste. Knapp zwei Wochen vor dem Gipfeltreffen gegen den einzig verbliebenen Mitkonkurrenten um den Aufstieg in die Landesliga, Letmather TV, wurde der Spitzenreiter von einer kampfstarken Volmetaler Reserve auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

„Es war klar, dass es einen Dämpfer geben würde. Ich kann auf einen Schuss vor den Bug verzichten, aber vielleicht kam er ja doch zum rechten Zeitpunkt“, hofft Kern jetzt auf eine entsprechende Reaktion und geht davon aus, „dass wir gegen Letmathe mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen.“

Genau daran haperte es nämlich in Dahl. „Einige Spieler waren mit ihren Gedanken schon beim Spitzenspiel“, sagte Kern. Diese Tendenz habe sich bereits im Training angedeutet: „Da war ein Schlendrian zu erkennen.“ Im Spiel waren Mannschaft und Coach nicht mehr in der Lage, den Hebel rechtzeitig umzulegen. Es war ein Cocktail an ungewöhnlich vielen Unzulänglichkeiten.

In der Deckung, bis dato immerhin die zweitbeste der Liga, fehlte beinahe über 60 Minuten die Zuordnung. „Wir haben die Leute nicht früh genug attackiert“, kritisierte Trainer Michael Kern, der seine Torhüter allerdings in Schutz nahm: „Die Abwehr hat sie im Stich gelassen !"

Da der Angriff diesmal die Deckungsdefizite nicht kompensieren konnte, sich gegen die immer offensivere Volmetaler Abwehrlinie nur mit dem Mittel der Einzelaktionen über Wasser hielt und der Gegner kämpferisch mehr in die Waagschale warf, ging der VfB erstmals seit drei Monaten als Verlierer vom Feld.

Lutz Großmann

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