Buchheister kündigt seinen Rückzug an
16.12.2008 | 20:54 Uhr 2008-12-16T20:54:35+0100Beim Traditionsverein Rot-Weiß Lüdenscheid wurde am Montagabend während der Jahreshauptversammlung im Sportpark Kalve das Ende einer Ära eingeläutet. ...
... Nach fast drei Jahrzehnten im Vorstand hat Martin Buchheister für Ende 2009 seinen Rückzug aus der ersten Reihe angekündigt. Insgesamt 34 Mitglieder konnten Vorstandssprecher Michael Dregger, Heiko Kölz und Martin Buchheister am Montagabend begrüßen und überraschten zwei Rot-Weiße mit der durch die Versammlung bestätigten Ernennung zu Ehrenmitgliedern. Franz-Josef Frieling, längjähriges und verdientes Vorstandsmitglied, und Martin Klasen, seit 1965 Rot-Weißer und viele Jahre die gute Seele der zweiten Mannschaft, erhielten die Vereinsnadel für Ehrenmitgliedschaft.
Finanzlage weiter sehr angespannt
Weniger erfreulich ist der Blick auf die finanzielle Lage. Zwar konnte Michael Dregger wegen der noch nicht durchgeführten Kassenprüfung, die nach der am Montag erfolgten Wahl der Revisoren Ansgar Forkel und Ingrid Weigel zügig nachgeholt werden soll, keine genauen Zahlen vorlegen. Er bezifferte die Verbindlichkeiten auf 125 000 Euro. "Wir konnten die finanzielle Lage im letzten Jahr nicht verbessern und den Verein nur mit viel Mühe erhalten", machte Dregger deutlich. Die Entschuldung steht weiterhin ganz oben auf der Agenda: "Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, den Verein zu erhalten. Seit einigen Tagen sehen wir erstmals Licht am Ende des Tunnels, eine Rettung scheint möglich", machte Dregger den anwesenden Mitgliedern Mut.
Parallel zur Entschuldung hat der Vorstand ein neues Jugendkonzept erarbeitet. Danach ist geplant, so viel konnte Michael Dregger am Montagabend schon verkündigen, dass Selcuk Özler als hauptamtlicher Jugendtrainer Angestellter des Vereins wird. "Wir brauchen professionelle Leute im Jugendbereich, um die vorhandene Qualität zu halten und besser fördern zu können", erklärte Dregger. Noch sei aber nicht alles in trockenen Tüchern: "Einige Dinge, gerade was das Finan-zielle angeht, müssen noch geklärt werden." Darüber hinaus soll zusätzlich zum normalen Training eine - allerdings kostenpflichtige (rund 30 Euro pro Monat) - Talentförderung angeboten werden.
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