Bitterer Gang in die Oberliga
15.05.2011 | 21:03 Uhr 2011-05-15T21:03:00+02003. Liga: SG Schalksmühle-Halver - HSG Ahlen-Hamm Youngster 24:25 (14:13).Gekämpft, gearbeitet, alles gegeben – am Ende hat all das aber nicht gereicht. Die SG Schalksmühle-Halver ist abgestiegen und muss den bitteren Gang in die Oberliga antreten.
Es war alles angerichtet für einen erfolgreichen Saisonabschluss der Grasediek-Sieben. Rund 500 Zuschauer verwandelten die Sporthalle Mühlenstraße vor allem nach der Pause in einen Hexenkessel und standen wie ein achter Mann hinter ihrer Mannschaft. Mit der Bürde, unbedingt gewinnen zu müssen, kamen die Schützlinge von Trainer Mathias Grasediek anfangs allerdings überhaupt nicht zurecht. „Da haben wir wie das Kaninchen vor der Schlange gestanden und im Angriff viel zu ängstlich gespielt“, meinte der Trainer nach dem Spiel.
Nur beim 2:3 (8., Daniel Buff) und 4:4 (11., Jan Stuhldreher) war die SGSH dran. Beim 4:9 (15., Doppelschlag von Hartmann) und 6:12 (18., erneut Hartmann) waren die Gastgeber fast schon weg vom Fenster. Der Trainer behielt aber die Ruhe, stellte ohne Auszeit taktisch um und ließ fortan Gäste-Spielmacher Merten Krings kurz nehmen.
Das fruchtete: Dreimal Valdis Gutmanis, Daniel Krüger, Dennis Hermann und Frederic Burmeister glich zum 12:12 (26.) aus. Im Tor steigerte sich zeitgleich Damian Bungart – die Halle stand zum ersten Mal kopf und tobte, als Frederic Burmeister mit einem Kempa-Trick (!) die 14:13-Pausenführung erzielte.
Hexenkessel
Mühlenstraße
Zehn Minuten durchatmen, dann ging der Krimi weiter, wurde die Spannung auf den Höhepunkt getrieben. Sebastian Paul brachte den Gast in Führung (14:15, 32.), dann setzte sich die SGSH auf 19:16 (41., Stuhldreher) ab. Doch die Gastgeber schafften es nicht, dem Gast den entscheidenden Schlag zu versetzen. Szymanski glich zum 19:19 (45.) aus. Als Alexander Brauckmann zum 22:20 (50.) traf und danach Dennis Zielony zwei Siebenmeter in Folge hielt, sprach alles für die Grasediek-Schützlinge. Doch zwei Zeitstrafen innerhalb weniger Sekunden gegen Buff (52.) und Gutmanis (52.) spielten dem Gast wieder in die Karten. Spielertrainer Rob de Pijper erzielte das 22:22 (55.) und das 23:23 (56.). Noch einmal ging die SGSH durch Gutmanis in Führung – 24:23 (56.), die Halle tobte erneut. Doch in den letzten drei Minuten spielten die Nerven nicht mit, blieb das Tor von HSG-Matchwinner Tomas Mrkva wie vernagelt. Skarbalius und Szymanski versetzten den Gastgebern den K.o. – und in der Halle herrschte von einer Sekunde auf die andere nur noch Totenstille und Entsetzen.
SGSH: Bungart, Zielony (bei zwei 7m) - Krüger (1), Sideri (n.e.), Turck, Stuhldreher (6/1), Hermann (2), Lemke (1/1), Buff (1), Burmeister (2), Buchholz (1), Gutmanis (7), Voss (n.e.).
HSG: Mrkva, Schmidt (n.e.) - Rogowski (8/4), Doller (2), Harbaum, Macke, Skarbalius (2), Weber (1), Hartmann (3), Krings (3), Paul (1), Szymanski (2), de Pijper (3).
Schiedsrichter: Christian Huckenbeck/Tim König (Radevormwald). Zeitstrafen: SGSH (4), HSG (5). Zuschauer: 500.
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