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Aus der Platin- wurde die Goldtour

14.08.2008 | 19:19 Uhr

(tg/lgr) Mit einem lachenden und weinenden Auge trafen die Radmarathonfahrer des Radsport-Club Lüdenscheid '98, Stefan Meier, Thomas Hübner, Christian Klapproth, Peter Behrla und Mattias Turck nach ihrem "Alpen-Brevet" in der Schweiz wieder zuhause ...

... ein. Aus der vorgesehenen Platin-Tour mit einer Streckenlänge von 276 Kilometern und fünf Passüberquerungen mit 7024 Höhenmetern wurde die immer noch respektable Gold-Tour von 176 km und vier Pässen mit insgesamt 5294 Höhenmetern.

Aus dem Schweizer Alpen-Brevet im Berner Oberland ist ein regelrechtes Spektakel geworden: 1500 Starter aus über 20 Nationen. Morgens beim Start in Meiringen nieselte es. Komplett in Nebel eingehüllt verlief der erste Anstieg über den 2164 m hohen Grimselpass. Und bereits zu diesem frühen Zeitpunkt gab es für die RCL-Equipe die erste Ernüchterung: An der Verpflegungsstation entstand eine 15-minütige Wartezeit, und das Angebot mit heißer Brühe und einem Apfel war auch überschaubar. Immerhin: Nach der Pass-abfahrt erwärmten die ersten Sonnenstrahlen die Fahrer.

Beim Nufenenpass auf 2476 m Höhe wiederholten sich die Ereignisse. Nach dem bewältigten Passanstieg gab es erneut Wartezeiten an der "Labestation" und ein sparsames Versorgungsangebot. Es kam aber noch knüppeldick: Der Kontrollschluss in Airolo war abgelaufen, so dass die RCL-er von der vorgesehenen Platin- auf die verkürzte Gold-Tour umgeleitet wurden.

Die erste Enttäuschung war groß. "Dann haben wir uns erst einmal ein Restaurant gesucht, ein Alster getrunken und Käserösti gegessen. Jetzt hatten wir ja Zeit", konnte Christian Klapproth wenig später bereits wieder lachen. Nachdem der erste Frust verdaut war, blieben den RCL-Marathonfahrern schließlich noch der 2106 m hohe Passo San Gottardo sowie zum Abschluss der Sustenpass auf 2224 m Höhe. Der Gotthardanstieg führte fast ausschließlich über Kopfsteinpflaster. Der Susten als letzter Pass gehörte dann wieder zur Platin-Tour, der die RCL-er zum Abschluss noch mit einer schönen Abfahrt versöhnte.

Für Stefan Meier, Peter Behrla und Matthias Turck betrug die Gesamtfahrzeit mit Unterbrechungen 11:56:48 Std. Thomas Hübner und Klapproth erreichten das Ziel nach 12:32:27 Stunden.

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