Aufholjagd wird nicht belohnt
12.02.2012 | 19:43 Uhr 2012-02-12T19:43:00+0100
Oberliga: HSG Menden-Lendringsen - SG Schalksmühle-Halver 33:30 (19:15).„Den Ausgang des Spiels haben nicht die beiden Mannschaften entschieden“, war SGSH-Trainer Mathias Grasediek auch am Tag nach der Niederlage in Menden nicht gut auf das Schiedsrichtergespann Marco de Stefano/Jörg Rosenkranz (Dortmund) zu sprechen – und behauptete: „Mit neutralen Entscheidungen in der Schlussphase, hätten wir das Spiel noch gewonnen.“
Bestätigung fand der SGSH-Trainer bei Mendens Trainer Björn Wißuwa: „Ich bin heilfroh, dass wir gewonnen haben. Es grenzte aber schon an Frechheit, wie die Herren mit Schalksmühle umgegangen sind“, gab Wißuwa zu. „Wir hatten uns gut auf die Schiedsrichter vorbereitet und den Mund gehalten. Da hat am Ende vielleicht den Ausschlag gegeben.“
Dass der Mendener Sieg im MK-Derby verdient war, stellte Grasediek, der in der Schlussminute ebenso die Rote Karte wegen Unsportlichkeit (Klatschen gegen eine Schiedsrichter-Entscheidung) gesehen hatte wie Torhüter Damian Bungart (Ballwegschlagen aus Frust), nicht infrage: „Über die gesamte Spielzeit gesehen, geht das Ergebnis in Ordnung. Uns hat man im ersten Durchgang die Unsicherheit angemerkt. Nach dem Wechsel haben die Jungs die Kurve gekriegt, gut gekämpft und alles gegeben. Den Rest haben leider die Schiedsrichter gemacht.“
Vor rund 400 Zuschauern in der Mendener Walram-Halle begannen die Gastgeber stark und mit viel Tempo – 8:3 (6.). „Wir haben kein gutes Rücklaufverhalten gezeigt“, hatte Grasediek als Grund für den schnellen Rückstand ausgemacht. Seine Mannschaft kämpfte sich aber zurück ins Spiel (10:9, 10.), musste Menden aber immer wieder wegziehen lassen (13:9, 19.; 16:12, 25.). Beim 16:15 (28.) waren die Gäste wieder dran, kassierten dann aber noch drei Tempotore in Folge.
Bis zum 24:20 (38.) verteidigte die Wißuwa-Sieben diesen Vorsprung. Dann griffen die Schiedsrichter aktiv ins Geschehen ein. Während de Stefano/Rosenkranz die Mendener Schrittfehler allesamt durchgehen ließen, flogen die Grasediek-Schützlinge reihenweise mit zwei Minuten vom Feld. Acht Zeitstrafen sprachen die Schiedsrichter nach dem Wechsel gegen die SGSH aus, keine gegen Menden. Am Ende lautete das Zeitstrafenverhältnis 3:10.
Trotzdem schaffte Christian Feldmann den 25:25-Ausgleich (43.) und ging die SGSH sogar mit 27:25 (48.) in Führung. Anschließend hatte Andreas Buchholz die große Chance, den Vorsprung auf drei Tore auszubauen. Doch sein Wurf klatschte, nachdem er sich aus dem Ringergriff seines Gegenspielers (blieb straffrei) gelöst hatte, gegen die Latte. Menden wendete das Blatt wieder (28:27, 51.) und setzte sich auf 31:28 (56.), als Gutmanis und Feldmann auf der Strafbank saßen.
Noch gab sich die Grasediek-Sieben aber nicht auf. Feldmann verkürzte mit einem Doppelpack auf 31:30 (58.). Mit einem umstrittenen Siebenmeter sorgte Genau 50 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung. Feldmann scheiterte im Gegenzug an Mendens Torhüter Vogel und Thiele setzte den Schlusspunkt zum 33:30.
Zeitstrafen:Rote Karten:Zuschauer:
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