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Alpen-Abenteuer auf zwei Rädern

05.08.2008 | 18:48 Uhr

Stefan Meier, Christian Klapproth, Peter Behrla, Matthias Turck und Thomas Hübner vom Radsport-Club Lüdenscheid '98 gehen am kommenden Samstag beim Alpenbrevet, einem der längsten und schwierigsten Radmarathons in den Alpen, an den Start - eine ...

... Herausforderung, die selbst für die erfahrenen Radsportler Neuland bedeutet. 276 Kilometer im Sattel zurückzulegen, das ist ansich noch nicht ungewöhnlich. Aber auf dieser Strecke auch noch eine Höhendifferenz von 7031 Metern zu überwinden, dafür braucht es schon außergewöhnliche Ausdauer und Kraft.

Entsprechend intensiv und gezielt hat sich das Quintett in den vergangenen sechs Monaten auf das Rennen vorbereitet: 5000 bis 6000 Trainingskilometer stecken den Lüdenscheidern Stefan Meier, Peter Behrla und Thomas Hübner, dem Halveraner Matthias Turck sowie Christian Klapproth aus Bergneustadt in den Beinen.

Alle fünf feiern Premiere beim Alpenbrevet in der Schweiz. Profitieren wollen sie dabei von ihren Erfahrungen bei ähnlichen Veranstaltungen wie dem Dreiländergiro und dem Öztaler Radmarathon. "Aber das Alpenbrevet ist nochmal eine ganz neue Herausforderung und mit nichts zu vergleichen", erklärt Thomas Geitmann, zweiter Vorsitzender des RCL.

Am Donnerstag reisen die begeisterten Radfahrer in die Schweiz. Der Start für das Zweirad-Abenteuer am Samstag ist für 6.45 Uhr angesetzt. Mit der "Platin-Tour" haben sich die Extremsportler für die anspruchsvollste der drei möglichen Strecken entschieden. Sie führt über die fünf Alpenpässe Grimsel, Nufenen, Lukmanier, Oberalp und Susten. Vier davon liegen über 2000 Metern. Start- und Zielort ist diesmal Meiringen im Kanton Bern. Etwa die Hälfte der Strecke geht es bergauf. Da muss man nicht nur viel Power in den Beinen haben. "Man muss mental unglaublich stark und immer voller Konzentration sein", weiß Geitmann aus Erfahrung. Vor allem bei den extremen Abfahrten kann es sonst schnell zu verhängnisvollen Stürzen kommen.

Zeit wird gestoppt, aber keine Siegerliste

Mit dem Wissen um diese enormen Anforderungen haben sich die fünf RCL-Mitglieder auch keine Ankunftszeit als Ziel gesetzt. Geitmann: "Sie wollen einfach gut durchkommen - ohne Sturz."

Da die Strecke bis auf die ersten fünf Kilometer nicht abgesperrt ist, gibt der Veranstalter im Anschluss an das Rennen keine Siegerliste heraus. Die Zeit wird aber per Transponder gestoppt und kann hinterher abgerufen werden.

Von Nina Geske

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