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Sportlerin des Jahres

Alexandra Esser vom TV Wiblingwerde ein Spitzentalent mit Kugel und Diskus

27.01.2012 | 16:46 Uhr
Alexandra Esser vom TV Wiblingwerde ein Spitzentalent mit Kugel und Diskus
Ein Kraftpaket: Alexandra Esser hat bei den W14-Schülerinnen die Bestmarke im Kugelstoßen aufgestellt. Foto: Alexander Cremer

Wiblingwerde/Lüdenscheid.   Leichtathletin Alexandra Esser vom TV Wiblingwerde ist die WR-Sportlerin des Jahres. 2011 war für die Schülerin ein Jahr neuer Bestleistungen. Mit der Ein-Kilo-Kugel steht der persönliche Rekord bei 13,36 Meter, im Diskuswurf bei 33,28 Meter. In beiden Disziplinen führt Esser die Westfälische Rangliste der Schülerinnen W 14 deutlich an.

Auf ihrer Facebook-Seite schwärmt  Alexandra Esser, die MK-Sportlerin des Jahres ,  für den jamaikanischen Sprinter-König Usain Bolt. Ein Star der Szene, der mit seinen schnellen Beinen viele Titel gewinnt und jede Menge Geld verdient.

Nun, eine Top-Sprinterin wird Alexandra Esser wohl nicht, obwohl die 14-Jährige noch mitten in ihrer körperlichen Entwicklung steckt. Die Lüdenscheiderin hat sich vielmehr auf die Wurf- und Stoßdisziplinen fixiert und ist auf diesem Gebiet eine ganz große Nachwuchshoffnung im Kreis Lüdenscheid; kein Wunder also, dass die deutschen Top-Männer Ralf Bartels (Kugel) und Doppel-Weltmeister Robert Harting (Diskus) ihre wahren Vorbilder sind.

Aushängeschild mit Perspektive

Anfang 2009 wechselte Alexandra Esser auf Anraten von der LG Halver-Schalksmühle zur Wurf- und Stoßhochburg TV Wiblingwerde und traf dort mit einer der erfolgreichsten Leichtathletinnen der letzten Jahrzehnte im FLVW-Kreis Lüdenscheid zusammen: Gertraud Rüsch sammelte bei hochkarätigen Meisterschaften etliche Medaillen. Als langjährige Trainerin beim TVW ist nun Alexandra Esser ihr Aushängeschild – und eines mit einer glänzenden Perspektive. „Aber nur, wenn Alexandra so trainingsfleißig und gesund bleibt“, schränkt Rüsch ein.

2011 avancierte für die Schülerin am Lüdenscheider Scholl-Gymnasium zu einem Jahr neuer Bestleistungen. Die stehen mit der Ein-Kilo-Kugel bei mittlerweile 13,36 Meter, im Diskuswurf bei 33,28 Meter. In beiden Disziplinen führt Esser die Westfälische Rangliste bei den Schülerinnen W 14 deutlich an.

Sogar bei den älteren Schülerinnen auf Rang 1

Die harte Trainingsarbeit zahlt sich auch im Diskusring aus. Hier steht der Rekord bei 33,28 Metern. Foto: Sonneborn

Sogar bei den ein Jahr älteren Schülerinnen steht sie auf den Rängen eins (Kugel) bzw. zwei (Diskus). Noch interessanter ist der Vergleich auf deutscher Ebene: In der DLV-Bestenliste liegt Esser im Kugelstoß der W 14 auf Rang vier, im Diskuswurf auf Platz zwölf; selbstredend, dass ihr auf Kreisebene niemand das Wasser reichen kann. Im Kreis steht Esser übrigens auch im Speerwurf (29,57 Meter) und Ballwurf (49,50 Meter) deutlich an der Spitze.

Bereits im Januar 2011 wurde Esser Westfälische Hallenmeisterin bei den A-Schülerinnen mit der Kugel. Der aufregendste Wettkampf 2011 fand jedoch im Sommer in Holland statt: Beim Schüler-Ländervergleichskampf in Hengelo war die TVW-Athletin eine der fleißigsten Punktesammlerinnen für die deutsche Mannschaft, gewann den Kugelstoßwettbewerb und schaffte im Diskuswurf mit der neuen persönlichen Bestweite von 33,28 Meter Rang zwei.

Harte Trainingsarbeit steckt hinter Erfolg

Das Talent wurde ihr übrigens nicht in die Wiege gelegt. Eltern und Schwester haben mit der Leichtathletik nichts am Hut. Folglich stecken jede Menge harter Trainingsarbeit und die pure Lust an der Leichtathletik dahinter. Der Antrieb durch Rüsch kommt hinzu.

Zweimal in der Woche wird trainiert, vor wichtigen Wettkämpfen dreimal. Der nächste steht im März an, dann will Alexandra Esser bei den Westfälischen U 16-Hallenmeisterschaften ihren nächsten Titel holen – wenn die muskulären Rückenpro-bleme ausgeheilt sind.

Unter Druck setzt Rüsch ihren Schützling nicht: „Ich freue mich, wenn sie ihre Leistungen bringt und akzeptiere auch schwache Tage.“ Wenn’s mal nicht läuft mit dem Stoßen und Werfen, dann kann sich Alexandra bei ihrem zweitliebsten Hobby, dem Schlagzeug spielen, abreagieren...

Lutz Großmann

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