3. Liga noch mit vielen Fragen
18.02.2010 | 18:00 Uhr 2010-02-18T18:00:00+0100Schalksmühle/Halver. Bisher steht sie nur auf dem Papier. Aber am Wochenende 11./12. September 2010 soll sie starten: die 3. Handball-Liga. Diese neugeschaffene Liga tritt im kommenden Spieljahr an die Stelle der bisherigen Regionalliga als dritte Spielklassenebene.
In der 3. Liga spielen will die SG Schalksmühle-Halver. Und als aktueller Tabellenvierter der Regionalliga West hat das Team von SG-Trainer Mathias Grasediek auch allerbeste Karten.
Personelle Weichen
Die personellen Weichen für die neue 3. Liga hat der Verband gestellt. So wurden bei der konstituierenden Sitzung in Dortmund folgende drei Personen in den Spielausschuss berufen: Horst Keppler aus Baden-Württemberg als Spielausschussvorsitzender, Michael Kulus aus Berlin als Stellvertreter und Wolfgang Jamelle aus Dortmund als Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses.
Meldetermin für die neue Spielklasse ist der 30. April. Am 16. Mai ist die Staffeleinteilung und Kennzifferzuteilung vorgesehen. Noch gibt es aber viele offene Fragen. So soll die 3. Liga in vier Staffeln unter einheitlichen Durchführungsbestimmungen spielen.
Dazu teilt Spielausschuss-Vorsitzender Horst Keppler mit: „Durch die Reduzierung von fünf auf vier Staffeln sowie die Neueinteilung der Staffeln nach geografischen Gesichtspunkten lässt sich die endgültige Zusammensetzung der einzelnen Staffeln und die Kennzeichenvergabe an die Vereine erst dann vornehmen, wenn sämtliche sportlichen Entscheidungen gefallen sind. Dies wird frühestens am 15./16. Mai möglich sein.”
Bis spätestens 1. Juli 2010 muss jeder am Spielbetrieb der 3. Liga teilnehmende Verein eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft von 2 200 Euro (Frauen) bzw. 4 000 (Männer) vorlegen.
Für Zündstoff könnte der Punkt 6.6. der Durchführungsbestimmungen der 3. Liga sorgen. Der legt fest, dass eine Haftmittelbenutzung (Harz) möglich sein muss. Dabei haben einige Städte wie Berlin weitgehende Harzverbote ausgesprochen.
Beschwerde eingereicht
Auch von anderer Seite droht Ungemach. So haben die Regionalverbände Nordost, West und Südwest vor dem Bundessportgericht Beschwerde gegen den Beschluss eingereicht, die Ligaverwaltung der neuen Spielklasse dem Deutschen Handballbund (DHB) zu übergeben. Ihr Vorwurf: Auf dem Wege der Ligareform seien die Regionalverbände faktisch abgeschafft worden.
Heinz Winden, Vizepräsident Recht des DHB, sieht den Start der 3. Liga aber „nicht in Gefahr”.
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