Viele packende
14.02.2012 | 17:36 Uhr 2012-02-14T17:36:00+0100
Lünen. Am Dienstag spielten die 10- bis 12 sowie die 13- und 14-Jährigen um die Stadtmeistertitel bei den Schülen. Es siegten Käthe Kollwitz bei den Älteren und das Freiherr vom-Stein-Gymnasium bei den Jüngeren.
Ohne Probleme fegten die Jungs des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums durch die Wettkampfklasse der Zehn- bis Zwölfjährigen. 2:0, 4:0, 3:0 und 3:1 waren die Ergebnisse der Gruppenphase. Im Finale schlug man das Gymnasium Altlünen mit 2:1. Das Turnier der älteren Jahrgänge gewann Gastgeber Käthe-Kollwitz-Schule in der Halle Dammwiese.
Um den Turnierablauf nicht in die Länge zu ziehen, entschied die Turnierleitung, die Spielzeit auf 1x10 Minuten zu begrenzen und das Halbfinale auszulassen. So trafen im Finale der Erste und der Zweite der Gruppenphase aufeinander.
Es entwickelte sich ein Zweikampf um den zweiten Gruppenplatz zwischen der Käthe-Kollwitz-Schule und dem Gymnasium Altlünen. Auch die Realschule Brambauer rechnete sich noch Chancen aus, nachdem sie einen 0:2-Rückstand gegen Altlünen noch in ein 3:2 umdrehte.
Vor dem letzten Gruppen-spiel zwischen Altlünen und Käthe-Kollwitz geriet die Turnierleitung kurz ins Schwitzen. Denn bei einem Sieg von Altlünen hätten drei Mannschaften sechs Punkte auf dem Konto gehabt. Man entschied, dass das Torverhältnis entscheidend sein würde. Und das war es letztlich wirklich.
In einem packenden Spiel hatte Stefan Golovanov die Käthe-Kollwitz-Schule zunächst in Führung geschossen. 30 Sekunden vor dem Ende konnte Altlünen durch Lutz Weiland ausgleichen. Den Käthe-Kollwitz-Jungs hätte ein Unentschieden gereicht, doch trotzdem spielten sie weiter munter nach vorne und fingen sich direkt einen Konter, den Nico Sonnen zehn Sekunden vor der Schlusssirene zum entscheidenden 2:1 abschloss.
Auf den letzten
Drücker ins Finale
Das Gymnasium Altlünen zog so auf den letzten Drücker ins Finale ein. Käthe-Kollwitz und die Realschule Brambauer blieben mit dem schlechteren Torverhältnis auf der Strecke.
Im Finale bekamen die Jungs vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ein wenig das Nervenflattern. Zwar brachte Enrico Masur sein Team früh in Führung, doch Lennard Schumann glich überraschend mit einem langen Ball von der Mittellinie aus, den der Torwart unterschätzt hatte.
Ein feines Solo von
Lucas Frenzel
Es war dann eine Einzelaktion des quirligen Luca Frenzel, die das Spiel zugunsten von Freiherr-vom-Stein entschied. Trainer Peter Santjer freute sich: „Der Teamgeist bei uns stimmt. Keiner hat eigensinnig gespielt. Deshalb haben wir gewonnen.“
Am Morgen stand Altlünen noch im Finale, doch in der Wettkampfklasse der 13- und 14-Jährigen war das Gymnasium ohne Chance und verlor alle fünf Spiele. Auch das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium blieb in der Vorrunde auf der Strecke. Das Finale erreichten zuallererst die Gastgeber der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Sie blieben in der Gruppe viermal siegreich und verloren nur gegen die Realschule Brambauer.
Den zweiten Finalplatz spielten die Heinrich-Bußmann-Schule und die Realschule Brambauer in ihren letzten Gruppenpartien aus.
Zwei Helden beim
Sieger Kollwitz
Bußmann hielt sich die Chance aufs Finale mit einem Last-Minute-2:1-Erfolg über das Gymnasium Altlünen offen. Im letzten Spiel hätte Brambauer aber sogar ein Unentschieden zum Finaleinzug gereicht.
Die Realschüler gaben sich keine Blöße und siegten mit 7:0. Durch den deutlichen Erfolg konnte Brambauer sein Torverhältnis so sehr in die Höhe schrauben, dass sogar der Gruppensieg heraus sprang.
Im Endspiel siegte die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule gegen die Realschule Brambauer und feierte nachher vor allem zwei Helden: Zum einen Stürmer Sven Prien, der gleich zwei Mal in kurzer Zeit frei vor dem gegnerischen Torwart auftauchte und beide Male die Nerven behielt. Und zum anderen Keeper Lukas Koch, der nicht nur gut hielt, sondern einen Befreiungsschlag in der Schlusssekunde auch noch zum 3:0-Endstand im gegnerischen Tor versenkte.
Lehrer Martin Herzig freute sich über den Sieg seiner Mannschaft und erklärte mit einem Augenzwinkern: „Wir bilden ja hier die guten Fuß-baller aus. Und wenn sie dann größer sind, gehen sie zum Lippe-Berufskolleg. Deshalb holen die bei den Älteren ja auch Titel in Serie.“
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