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VfB Lünen schießt sich fürs Topspiel warm

30.10.2011 | 18:56 Uhr
VfB Lünen schießt sich fürs Topspiel warm
Der VfB bejubelt das 6:0, während die Spieler des BV Lünen resignieren.

VfB Lünen - BV Lünen 6:0 (3:0). VfB-Coach Andreas Roch ist nur schwer zufriedenzustellen. Nach dem 6:0-Derbysieg sprach er von einem „unspektakulären Erfolg“. Seine Mannschaft habe „noch zu wenig Fußball gespielt.“

Das galt vielleicht für die erste Halbzeit der Partie. Da spielte sich der VfB kaum gute Gelegenheiten heraus. Die Fans an der Dammwiese mussten sich trotzdem nicht ärgern. Das lag zum einen daran, dass Enrico Kottlewski die gute Anfangsphase der Gäste nicht mit einem Tor krönte, aber vor allem an der Stärke des VfB nach Standardsituationen.

Andreas Roch war trotz des 6:0 nicht voll zufrieden.

Nach 17 Minuten verlängerte Steinhofer eine Ecke per Kopf und Darius Senczuk musste nur noch den Fuß hinhalten. Etwa zehn Minuten später gab es die nächste Ecke für die Gastgeber. Diesmal verlängerte niemand, aber Senczuk stand trotzdem wieder frei - 2:0. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff brachte Hilkenbach einen Freistoß von der Seitenlinie in den Strafraum. Wieder war Senczuk zur Stelle und machte - diesmal per Kopf - seinen Hattrick perfekt.

Zwar nahm sich der BV Lünen vor, in der zweiten Hälfte noch für ein gutes Ergebnis zu sorgen, so Trainer Thomas Voigt, aber der Plan ging schief. Schüsse von Rickert und Kottlewski verfehlten ihr Ziel und der VfB schlug zu mit dem schönsten Spielzug der Partie: Oliver Hilkenbach steckte wunderbar durch auf Aykut Isik, der legte quer und Sebastian Drews schoss ein.

Ab diesem Zeitpunkt gab der BV Lünen die Gegenwehr auf und die schwarz-weißen Hausherren durften spielen wie sie wollten. Einen Weitschuss von Erkut Taskin ließ Torwart Bastian Wieling abprallen und der eingewechselte Andre Richter staubte zum 5:0 ab. Den Schlusspunkt setzte Erkut Taskin nach 81 Minuten, er traf nach schönem Zuspiel des Dreifachtorschützen Senczuk.

Hätte der VfB seine Chancen in Halbzeit zwei konsequent genutzt, wäre das Spiel zweistellig geendet. „Wir hätten öfter mal querlegen müssen. Am Ende fehlte uns da auch die Konzentration“, bemängelte Andreas Roch. Beim Stande von 6:0 spielte kaum noch jemand quer, jeder versuchte noch mal selbst zu treffen. Doch Maly (83.), Isik (84.), Richter (87.) und Steinhofer (87.) scheiterten allesamt mit ihren Versuchen.

Nach dem Spiel durften die VfB-Anhänger gleich noch einmal jubeln, als das Ergebnis aus Kirchderne bekannt wurde. Viktoria schlug Alemannia Scharnhorst, den größten Verfolger des VfB, mit 2:1. Somit hat der Tabellenführer nun sieben Punkte Vorsprung vor dem Konkurrenten aus Dortmund, allerdings hat Scharnhorst bisher eine Partie weniger absolviert. Die Vorzeichen sehen gut aus für das Spitzenspiel am nächsten Sonntag, wenn der VfB Lünen zur Alemannia reist.

Tim Müller

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