VfB Lünen holt einen Punkt im turbulenten Topspiel
06.11.2011 | 18:08 Uhr 2011-11-06T18:08:00+0100
Alemannia Scharnhorst - VfB Lünen 2:2 (1:0). In der zweiten Minute der Nachspielzeit hielten alle VfBer noch mal die Luft an. Yusuf Öztekin legte sich den Ball auf den Elfmeterpunkt, trat an und schoss am Tor vorbei.
Es war die letzte Szene einer turbulenten Partie. Mit dem Endergebnis kann der VfB besser leben als die Gastgeber. Sieben Punkte beträgt nun der Vorsprung der Süder, er wird wahrscheinlich auf vier Punkte schrumpfen, wenn der Alemannia die Punkt aus dem abgebrochenen Spiel gegen Hannibal zugesprochen werden.
Der VfB begann das Spiel mit vier Veränderungen im Vergleich zum 6:0-Derbysieg gegen den BV Lünen am vergangenen Wochenende. Torwart Jörg Lemke war rechtzeitig fit geworden und ersetzte Zimny. Außerdem spielten Kersting, Maly und Menberg für Bittner, Isik und Senczuk.
Scharnhorst spielte in Bestbesetzung, allerdings nur vier Minuten lang. Dann verletzte sich Torwart Hölscher in einem Laufduell mit Erkut Taskin schwer und musste durch den Torwarttrainer ersetzt werden. Hilkenbach versuchte ihn gleich aus der Distanz zu überwinden, aber der Ball ging vorbei. Die dickste Chance für den VfB in Hälfte eins vergab Maly, der nach 23 Minuten den Torwart umkurvte, aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf.
Nach einer halben Stunde übernahm Scharnhorst die Kontrolle und setzte den VfB immer mehr unter Druck. „Wir haben uns in der Viertelstunde vor der Pause den Schneid abkaufen lassen“, gab auch VfB-Coach Andreas Roch zu. Gekrönt wurde die Drangphase mit dem 1:0 für die Gastgeber in der 40. Minute durch einen Kopfball nach Ecke.
Der VfB kam direkt nach der Pause zum Ausgleich, als nach Flanke von Isik ein Dortmunder Spieler den Ball ins eigene Tor lenkte. Nach 65 Minuten besorgte Taskin sogar die Führung. Danach spielte aber fast nur noch Scharnhorst, die nach 81 Minuten noch einmal ausglichen. Als der Schiri in letzter Minute fälschlicherweise Elfmeter nach angeblichem Handspiel von Klink pfiff, stand der Schreck den Südern ins Gesicht geschrieben. Doch Öztekin vergab, so dass man sich beim VfB nicht mehr lange ärgern musste.
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