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VfB Lünen auf Stürmersuche

30.11.2011 | 15:40 Uhr
VfB Lünen auf Stürmersuche
Gestrauchelt: Kaiptän Michael Steinhofer und der VfB Lünen verloren überraschend in Hannibal.

Lünen.Nur noch ein Spieltag, dann ist die Hinrunde in den A-Ligen bereits wieder Geschichte. Läuft das nächste Wochenende aber ganz nach dem Geschmack der heimischen Teams, hätten gleich drei Clubs zumindest einen inoffiziellen Titel zu feiern.

Westfalia Wethmar hat die Herbstmeisterschaft bereits im Sack und auch der VfB Lünen und SuS Oberaden dürfen sich als Tabellenführer bzw. Dritter noch große Hoffnungen machen.

Wethmar: Lüggert mit Entwicklung sehr zufrieden

„37 Punkte aus 14 Spielen sind schon eine tolle Marke, aber eigentlich noch fünf zu wenig. Denn ich will jedes Spiel gewinnen“, erklärt Spielertrainer Alexander Lüggert mit einem Augenzwinkern, um dann aber sogleich ernsthaft zu werden: „Natürlich sind wir bisher sehr zufrieden. Dass mein Trainingskonzept auch im Seniorenbereich so schnell greift, ist ja nicht selbstverständlich. Aber die Jungs sind halt brutal fit.“ Dies müssen die Grün-Weißen in den letzten zwei Spielen vor dem Weihnachtsfest nun ohne Mittelfeldmotor Benjamin Fasse unter Beweis stellen. Nach dem 2:1-Arbeitssieg über Vinnum steht eine genau Diagnose über die Schwere der Bänderverletzung zwar noch aus. „Aber gegen Senden und Selm wir er sicher nicht dabei sein und uns sehr fehlen“, berichtet Lüggert, spricht nach mittlerweile acht Siegen in Reihe aber dennoch mit breiter Brust: „Trotzdem wollen wir jetzt ohne weitere Niederlage in die Pause kommen. Noch zwei Siege wären natürlich überragend.“

VfB Lünen will zurück in die Spur finden

„Natürlich ist die Herbstmeisterschaft ein schönes Ziel, aber vorrangig geht es darum, uns fußballerisch wieder zu verbessern“, sagt Trainer Andreas Roch nach dem 0:1 in Hannibal und wählt drastische Worte: „Aus diesem Spiel müssen die Jungs ihre Lehren ziehen und erkennen, dass es nur mit halbem Arsch nicht geht.“ Auf dem ungewohnten Naturrasen fehlte das spielerische Element völlig, der Kampf stimmte erst in Durchgang zwei. Da war mit Andre Richter der einzige noch verbliebene Stürmer im Kader verletzungsbedingt schon nicht mehr auf dem Platz. So ließen die Süder Chancen in Hülle und Fülle ungenutzt. „Da muss ich mir für das Derby gegen Brambauer etwas einfallen lassen“, sagt Roch daher auch, denn neben Richter fallen auch Gauda und Drews weiter aus.

Oberadener Last-Minute-Knipser

„Wir haben uns wieder in die Lage gebracht, Platz eins zum Winter noch schaffen zu können“, freut sich Coach Frank Lewandowski nach dem Derby-2:1 in Niederaden. Sollte aber auch nach dem nächsten Sonntag weiter Massen die Spitze inne haben, würde „Lewa“ allerdings auch keine Trauer tragen: „Die Rolle des Jägers gefällt meiner Mannschaft vielleicht sogar noch besser.“ Diese zeigte sie zuletzt auch an der Kreisstraße wieder und untermauerte durch zwei Treffer in den letzten Minuten auch den Ruf des Last-Minute-Knipsers einmal mehr nachdrücklich. „Das ist dann einfach auch eine Qualität, technisch und konditionell sind die Jungs eben zu jedem Zeitpunkt in der Lage zu treffen“, sagt der Trainer stolz und fügt hinzu: „Außerdem war der Dreier ja auch verdient, da kann es keine zwei Meinungen geben.“

Markus Wilczek

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