"Solingen ist zuhause ein starkes Kaliber"
15.02.2010 | 16:34 Uhr 2010-02-15T16:34:00+01002. Bundesliga: SC Solingen - SV Brambauer (heute, 20.30 Uhr). Solingen verlor schon drei Ligaspiele, steht aber mit vier Siegen auf dem zweiten Tabellenplatz. „Solingen ist zuhause ein starkes Kaliber”, warnt SVB-Coach Norbert Siemund deshalb vor dem Gastspiel in der Klingenhalle.
„Körperlich ist die Mannschaft sehr stark, ich hoffe wir können dem aus dem Wege gehen”, sagt Siemund im Hinblick darauf, dass vor allem seine jungen SVB-Akteure eher mit schnellem Spiel agieren. „Und dann kommt es darauf an, wie die Schiedsrichter agieren werden. Lassen sie auskämpfen oder unterbinden sie das körperliche Spiel der Solinger?”, lautet für den Chefcoach eine der entscheidenden Fragen. Siemund kann heute auf seinen kompletten Kader zählen. „Das wird auf jeden Fall kein Selbstläufer”, warnt Siemund erneut. Zumal sich die Trainingsbedingungen weiter verschlechterten: die Einheit am Montag in der Borker Polizeikaserne steht momentan nicht zur Verfügung. „Wir trainieren zweimal die Woche, alle anderen Ligakonkurrenten viermal”, stellt Siemund fest.
NRW-Pokal, 2. Runde: DJK Poseidon Duisburg - SV Brambauer 18:19 n. 5-Meter-Schießen, (3:5, 4:4, 3:0, 3:4, 1:1, 4:5). Mit einem „Katastrophenspiel” gelang der SVB ins Pokal-Halbfinale.
Die einzige Ausrede, die der Coach nach dem Zittersieg gegen den Oberligisten gelten lassen wollte, war die, dass man zuletzt im Dezember gespielt habe und die Spielpraxis fehle. Zuerst hatte Brambauer auch ohne die fehlenden B-Jugendlichen - die zeitgleich spielten - die Partie im Griff. Ende des zweiten Viertels stand es 9:4 für den SVB. „Wenn die noch eins machen, dann sind auch die Schiris auf der Seite des Außenseiters”, mahnte Siemund nach drei Duisburger Toren in Folge, „und genau so kam es dann.” So musste man zuerst in die Verlängerung und dann ins Fünfmeter-Schießen.
Nach jeweils fünf Versuchen und vier Treffern von beiden Teams, konnte Jan Biermann seine Farben erlösen, da die Duisburger vergaben. „So ist das im Pokal, die geben 150 wir nur 50 Prozent”, fand Siemund auch nach dem Happy-End kaum Positives, „außer, dass wir nach langer Zeit wieder mal Ballkontakt hatten.”
SVB: Eschmann, Aufdemkamp (3), M. Mennes, D. Mennes (1), Reek (5), Siemund (5), Biermann (5), Hillebrand.
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