Ruhekissen noch lange nicht in Sicht
28.11.2007 | 14:04 Uhr 2007-11-28T14:04:00+0100Lünen. (wu) Zwei Mannschaften im Gleichschritt: Nach der Hinrunde in der Bezirksliga 8 marschieren der VfB Lünen und der SV Preußen in der Bezirksliga mit jeweils 14 Punkten Schulter an Schulter. Das gemeinsame Ziel heißt Klassenerhalt.
Auch ansonsten sind sich die beiden Clubs in vielen Punkten einig, man gönnt sich zudem den sportlichen Erfolg. „Die Jungs kennen sich schließlich”, sagt SVP-Trainer Bernd Schawohl, „wir haben ein sehr gutes Verhältnis zum VfB. Im Grunde sollten wir froh sein, dass wir in Lünen zwei Bezirksligamannschaften haben.” Ebenso entspannt sieht auch VfB-Coach Uwe Höhn die Konkurrenzsituation: „Schön, dass jetzt beide Teams in der Bezirksliga sind.” Damit das so bleibt, müssen aber noch einige Punkte gesammelt werden. Drei Absteiger werden gesucht, zurzeit haben beide Lüner Teams in Polster von drei Punkten - wahrlich keine Ruhekissen. Aber selbst danach hatte es im Laufe der Hinrunde lange Zeit nicht ausgesehen. Ein Rückblick: Die Preußen starteten als Aufsteiger mit jeder Menge Euphorie in die Saison - und wurden eiskalt erwischt. Nach zwei Niederlagen gegen den VfL Kamen (0:1) und im Derby gegen den VfB Lünen (1:2) gab es zwei Remis und dann den ersten Sieg, mit 2:1 über das jetzige Schlusslicht SV Südkirchen. Doch anschließend schlugen die enormen Verletzungsprobleme immer mehr ins Kontor. In den folgenden sieben Partien holte die Schawohl-Truppe nur drei Remis und verlor gleich vier Mal. Die Folge: Die Preußen rutschten auf den vorletzten Platz ab und gerieten in akute Abstiegsgefahr. Zum Ende der Hinrunde dann aber die Wende, als man zunächst in Bönen 1:1 spielte und anschließend die beiden Partien gegen Massen (4:1) und in Brackel (2:0) gewann.
Youngster Tim Holz bester Torschütze
Ein Goalgetter kristallisierte sich beim SVP bislang nicht heraus. Youngster Tim Holz führt die interne Trefferliste mit drei Toren an. Hamsa Berro, Tim Heptner, Alexander Lozanovic, Michael Sieg und Michael Steinhofer netzten jeweils zweimal ein. Insgesamt tauchen gleich 12 Spieler in der Torjägerliste auf - schwer auszurechnen sind die Preußen allemal. Anders als der SVP erwischte der VfB im zweiten Jahr nach dem Aufstieg einen optimalen Start mit zwei Dreiern in Folge. Das Hoch hielt aber nicht lange an, es folgte eine handfeste Krise mit sieben Niederlagen und einem mageren Unentschieden. Verletzungssorgen und schwankende Leistungen warfen das Höhn-Team aus der Bahn. Der Umschwung kam mit dem Kellerduell gegen die SG Holzwickede, das man mit 5:2 gewinnen konnte. Ein 2:2 in Kaiserau und ein 3:0-Sieg über Südkirchen brachten die Süder wieder in ruhigeres Fahrwasser.
Carsten Steinmann traf schon zehnmal
Erfolgreichster Torjäger der Hinrunde war Carsten Steinmann, der es trotz zwischenzeitlicher Ladehemmung auf zehn Treffer brachte. Sturmpartner Swen Schulze und Mittelfeldakteur Kevin Nass trafen je dreimal, Kapitän Michael Schlein folgt mit zwei Toren.
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