Rolf Nehling übernimmt
26.11.2010 | 13:11 Uhr 2010-11-26T13:11:00+0100Lünen.Paukenschlag zum Hinrundenende. Vor dem Derby bei der SG Gahmen haben sich Trainer Reuf Zulfic und der SV Preußen mit sofortiger Wirkung getrennt.
„Ich bin sehr froh und erleichtert ohne Ende, dass es jetzt vorbei ist“. Allein dieser Satz von Zulfic zeigt, wie sehr das Tischtuch am Ende zerschnitten war. Was auch der Sportliche Leiter Rolf Nehling bestätigt: „Wir haben gedacht, dass es mit diesem Trainer klappen könnte, doch es ist leider in die Hose gegangen. Am Ende war die Situation schon sehr verzwickt. Menschlich hat es zwischen Zulfic und der Mannschaft nicht mehr gepasst.“
Ex-Trainer Zulfic: Rückendeckung fehlte
So ist der Coach der Überzeugung, beim 0:5-Debakel gegen den VfB Lünen hätten einige Leistungsträger bewusst gegen ihn gespielt. Was Nehling indirekt bestätigt: „Zulfic hat vor dem Donnerstagstraining die Mannschaft abstimmen lassen, da waren 80 Prozent gegen ihn.“ Dies will der Ex-Trainer allerdings keinesfalls so stehen lassen („Ich hatte die Mehrheit der Mannschaft noch hinter mir“) und kritisiert stattdessen mit Ausnahme des 1. Vorsitzenden Hans Birk den übrigen Vorstand scharf: „Die Rückendeckung hat gefehlt. Hätte man mir freie Hand gelassen, hätte ich die Truppe auf den richtigen Weg bekommen, aber so musste ich mich für jede Kleinigkeit rechtfertigen.“ Mehr als enttäuscht ist Zulfic auch von seinem Spielführer Lukas Fluder: „Er hat versucht, das Team gegen mich zu drehen.“
Nehling: „Viel Potenzial im Team“
Ungeachtet aller gegenseitiger Vorwürfe muss es jetzt auch sportlich beim Bezirksliga-Absteiger weitergehen und da setzt man am Alten Postweg auf das „Brambauer Modell“. Rolf Nehling wird die Mannschaft, vom ihm selbst zusammengestellt, zunächst mindestens bis zum Saisonende trainieren und coachen: „Ich sehe viel Potenzial im Team. Dieses werde ich jetzt versuchen gemeinsam mit Co-Trainer Michael Sieg und Dieter Glaap von der Zweiten zu wecken. Wenn wir drei alle in einem Boot sitzen, könnte ich mir vorstellen, dass das eine ganz gute Sache wird.“
Auch Gegner SG Gahmen hat genug Probleme
Zum Derby, wo Nehling an der Seitenlinie übrigens auf seinen ehemaligen Co-Trainer Karsten Franke trifft, muss er neben den Langzeitverletzten auch auf Schnapper Matthias Mytzka verzichten. Für ihn bekommt der hochgeschriebene Youngster Maurizio Enry, der unter der Woche schon im Test gegen Kaiserau zwischen den Pfosten stand, eine Bewährungschance.
Genug Probleme hat auch die SG Gahmen, wo Coach Karsten Franke seinen Jungs nach zuletzt wir Pleiten mangelnde Einstellung vorwarf. „Es ist wichtig, dass wir uns jetzt stabilisieren“, sagt der Trainer daher auch, was allerdings schwierig wird, denn durch die Ausfälle von Karaosman, Theinert, Arslan und Ehring steht ihm mit M. Kula nur ein gelernter Defensiver zur Verfügung.
Zudem fallen auch noch Gutbier, Ekiz und Berisha aus. „Daher ist das Ergebnis für mich zunächst auch nur zweitrangig, ich will sehen, dass sich jeder den Hintern aufreißt.“
17:17
Hoppla,
jetzt nicht wieder gegen jeden motzen und das Ganze anzweifeln. Wie immer liegt die Wahrheit inder Mitte oder auf dem Platz. Ich traue der Truppe noch einiges zu. Nur müßen jetzt die Verantwortlichen die richtigen Elf finden und zu Ihnen stehen. Die anderen Elf machen die 2. stark. Dann klappt das mit Aufstieg und Klassenerhalt !!!!!
14:52
seh ich auch so!preußen will in die bezierksliga?!mit wem denn??ich kenn da keinen einzigen spieler, abgesehen von hagemann, der sich dort durchsetzten könnte...
13:52
Das ist ja wohl der Witz des Tages!
Einen Trainer mit derartigen Kompetenzen vor die Tür zu setzen.Als Tabellenfünfter und mit einem so gut besetzten Kader sollte man eigentlich andere Sorgen haben. Gegen die Hopp-oder-Top-Mannschaft aus dem Lüner Süden werden noch andere Mannschaften gewaltig stolpern.
Kopf hoch,Reuf! Ein Mann mit deinen Voraussetzungen - sei es sportlich oder menschlich - wird seinen Weg machen.
Was Du kannst, hast Du spätestens mit dem Aufstieg der K1 des BVBs vor einigen Jahren gezeigt!