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Radler sind gern gesehene Gäste

15.02.2010 | 19:30 Uhr
Radler sind gern gesehene Gäste

Lünen. Rund 50 jugendliche Radsportler des Bezirks-Westfalen-Mitte waren am Karnevalswochende wieder einmal zu Gast in der Jugendherberge am Cappenberger See.

Bereits das 15. Mal veranstalteten die Radler im Alter von 10 bis 18 Jahren ihre Wochenendfreizeit in Lünen. „Hier sind die Bedingungen in der Herberge traumhaft. Wir bekommen jeden Wunsch erfüllt, deswegen kommen wir immer gerne hierher”, lobte Egon Trippe, Jugendleiter des Bezirks-Westfalen-Mitte die Rahmenbedingungen. Unter der Leitung der jetzigen Herbergsmutter Karin Mlotek waren die Radler schon viermal vor Ort. „Sie sind immer gern gesehene Gäste”, konnte Mlotek das Lob zurückgeben.

Dass es schneite und man somit nicht mit den mitgebrachten Rädern auf die Straßen des Münsterlandes aufbrechen konnte, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Ohnehin steht das Training nicht im Fokus bei den Wochenendfreizeiten. Zwar wurde auch trocken auf der Rolle geradelt, aber „das Kennelernen, das Miteinander und der Spaß stehen im Vordergrund”, betonte Trippe.

Deutscher Meister der U-15 im Straßenrennen: Lennart Frie vom TC Amor Hamm war ebenfalls in Lünen zu Gast. Fotos: Holger Schmälzger

Neben Spielabenden und kurzen Läufen um den See, standen auch ein paar Theorieeinheiten auf dem Plan. Unter anderem das für die Radsportler so leidige Thema Doping. Dietmar Rottmann vom TV Attendorn klärte über Dopingprävention auf. „Unter den Dopingvorfällen im Profisport leidet vor allem der Nachwuchs”, sagt Trippe, denn das massenhafte Abspringen der Sponsoren aus dem „unsauberen Profisport”, bekommt der unschuldige Nachwuchs zu spüren. Zuletzt musste ein Wochenende der Winterbahnmeisterschaften abgesagt werden, weil 6 000 Euro fehlten. Ohnehin gäbe es im Winter mittlerweile nur noch eine überdachte Bahn, auf der geübt werden kann.

Für eine sportlergerechte Versorgung wurde der Speiseplan in der Herberge leicht geändert: viele Kohlenhydrate und isotonische Getränke gab es für die Radler – auch sieben Mädchen waren darunter.

Über Zulauf kann sich Herbergsmutter Mlotek momentan nicht beschweren: „Neben den Stammgästen kommen viele Sportvereine, die die Bedingungen hier schätzen. Auch der direkte Anschluss ans Ruhrgebiet und das Münsterland lockt viele Besucher.”

Holger Schmälzger

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