Man ist bescheiden geworden...
30.06.2010 | 17:18 Uhr 2010-06-30T17:18:00+0200
Lünen.Mit dem heutigen Tag beginnt offiziell die Fußball-Saison 2010/2011. Die Lüner Vereine haben ihr Personal teilweise erheblich neu sortiert. Dennoch kennzeichnet bei den meisten Clubs Bescheidenheit die Ziele.
So zum Beispiel beim ranghöchsten Verein BV Brambauer, der nach dem Abstieg des Lüner SV in die Bezirksliga jetzt in der Westfalenliga zwei Etagen über den anderen schwebt. Dem Rest nach oben zu entweichen, davon ist der nun erstmals als BV Brambauer-Lünen startende Club weit entfernt.
Die Liga zu halten wird das Ziel in der Glückauf Arena sein. Acht neue Spieler müssen eingearbeitet werden, die so etablierte Abgänge wie zum Beispiel Felix Backszat, Michael Häming, Joachim Coers oder Mike Bednarek ersetzen müssen.
„Die Hälfte von ihnen kommt aus der Jugend. Ich bin mir sicher, dass alle das Potenzial haben, sich ihren Platz in der Mannschaft zu erspielen“, sagte der für die Verpflichtungen verantwortliche sportliche Leiter Dankwart Ruthenbeck. Er erwartet im Kampf um den Klassenerhalt („nur darum kann es zunächst gehen“) eine schwerere Saison als zuletzt: „Aufsteiger Wickede hat Ambitionen, die Absteiger Sprockhövel und Wattenscheid haben große Möglichkeiten“, so Ruthenbeck. Und beim kleinen BVB, betont Ruthenbeck immer wieder gern, „treten wir ja eigentlich in einer Liga an, die zu unseren finanziellen Möglichkeiten überhaupt nicht passt“. Auch für Trainer Dirk Bördeling ist das Ziel klar: „Wir wollen so schnell wie möglich die nötigen Punkte gegen den Abstieg sammeln.“ Höhepunkt der Vorbereitung wird ein Trainingslager in Soest (30. Juli bis 1. August).
Beim Lüner SV tritt mit Christian Hampel ein Trainer an, der mit der Zusammenstellung des Kaders nichts zu tun hatte. „Das ist eine Wundertüte“, sagte Hampel mit Blick auf das, was der technische Leiter Hasan Kayabasi zusammen gestellt hat. Seine Aufgabe wird nun das Formen einer Mannschaft sein. „Bis zur Winterpause wollen wir möglichst obendran bleiben. Danach hätte ich ja selbst die Chance, im Kader noch das ein oder andere zu korrigieren“, so der ehemalige LSV-Spieler.
Der LSV gönnt sich ein Trainingslager in Hennef (23. bis 25. Juli), „dazu zahlt jeder Spieler aber seinen Beitrag“, sagte Hampel.
Beim VfB Lünen, der den Sprung in die Bezirksliga erst am Grünen Tisch und dann auf dem Platz verpasste hatte, stehen alle Zeichen auf Verjüngung. „Andere reden drüber, wir machen es und ich hoffe, dass uns auch die Zeit gegeben wird, etwas aufzubauen“, sagte Trainer Andreas Roch. „In zwei bis drei Jahren“, so Roch weiter, wollen wir abrechnen. Aus Alstedde kommen gleich drei A-Jugendliche zurück, die an der Dammwiese zu Hause sind und nur für das eine Jahr weg waren.
Der SV Preußen reiht sich mit der ersten Mannschaft wieder in der Kreisliga A ein und wird in der Lüner Gruppe 3 antreten, die Reserve soll in die Liga 2 wechseln.
Die Horstmarer werden ab übernächsten Sonntag mit beiden Mannschaften gemeinsam trainieren. „Erst Anfang August werden wir die Teams trennen“, kündigte der sportliche Leiter Rolf Nehling an. Ziel soll es sein, mit der ersten Mannschaft gleich wieder oben mizuspielen. Weil einige langjährige und erfahrenen Spieler gegangen sind, muss der neue Trainer Reuf Zulfic eine neue Mannschaft formen. Star des Teams dürfte Kai Püntmann sein, eine Art Lionel Messi vom Horstmarer See: 1,70m klein, 50kg leicht und ungemein spielstark. Der Ex-Münsteraner gibt seiner Ausbildung den Vorzug und schloss sich daher einem niederklassigen Verein an.
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