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Handball-Kreispokal:

Lüner SV scheitert im Halbfinale

14.02.2010 | 19:18 Uhr

Damen-Kreispokal, Halbfinale: Lüner SV - HC TuRa Bergkamen 17:22 (11:9). Das Spiel begann vorsichtig. Beide Reihen tasteten sich in die Partie. Nach elf gespielten Minuten konnten beide Mannschaft erst vier Tore erzielen.

Annika Wöstmann (am Ball) war mit sechs Treffern noch die gefährlichste LSV-Schützin, doch auch sie konnte das Pokal-Aus im Halbfinale nicht verhindern. Foto: Frank Stefan Krupop

Durch einen von Bellgardt verwandelten Siebenmeter ging der LSV dann in Führung und im Gegenzug konnte Müller einen Strafwurf entschärfen, so dass sich den Lünerinnen, wiederum vom Punkt, die Möglickeit bot auf zwei Tore zu erhöhen. Diese Chance ließ sich Jana Kampmann nicht nehmen.

Nach zwei unnötigen Zeitstrafe musste der LSV kurzzeitig mit vier Feldspielerinnen auskommen, überstand die Unterzahl jedoch unbeschadet und konnte durch Schwinger sogar wieder auf zwei Tore erhöhen. Diesen Vorsprung hielt die Wolf-Sieben bis zur Pause. Auch die zweite Hälfte begann für den Lüner SV vielversprechend. Direkt die erste Chance konnte Anika Wöstmann nutzen, um auf 12:9 zu erhöhen. Dennoch war das Spiel von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Bergkamen konnte die zahlreichen Lüner Fehler nutzen, um wieder Anschluss zu finden und sogar zum 13:13 auszugleichen.

Dieser Spielstand hatte nun einige Minuten bestand, ehe Kampmann durch einen der zahlreichen Siebenmeter die Lüner wieder in Führung brachte. Zwei neuerliche Zeitstrafen und ein weiterer Siebenmeter brachte die Gäste aber zum ersten Mal nach langer Zeit wieder in Führung, die bis zur 50. Minute sogar auf drei Tore anwuchs.

Zu allem Überfluss sah Silvana Wunstorf nach ihrer dritten Zwei-Minuten-Strafe die rote Karte und TuRa konnte in Überzahl kurz vor dem Ende auf fünf Tore davonziehen. Den Lüner Spielerinnen dagegen fehlte es im Angriff absolut an Durchschlagskraft, vor allem aus dem Rückraum konnte die gute Gäste-Torfrau nie überwunden werden.

Am Ende setzte sich Bergkamen verdient durch. „Unser Problem war eindeutig die Torausbeute. Wir hatten zahlreiche Möglichkeiten, die wir nicht nutzen konnten. Knackpunkt war für uns aber die rote Karte”, bilanziert LSV-Coach Günther Wolf.

LSV: Müller, Preuß; Wunstorf, Mazikowski, Krys, Bellgardt (1/1), Krähling (4/2), Sehner, Kampmann (3/2), Wöstmann (6/1), Pein (1), Göktekin, Schwinger (2).

Marcel Mai

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