Kunstrasen auch für den Lüner SV
22.09.2009 | 15:03 Uhr 2009-09-22T15:03:00+0200Lünen. Die Planungen für den Bau von Kunstrasenplätzen in der Lippestadt schreiten voran. Nachdem der Rat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause für die Plätze von Westfalia Wethmar am Cappenberger See und VfB Lünen (Dammwiese) bereits grünes Licht gab, darf sich nun ein dritter Club freuen.
Auch Landesligist Lüner SV soll ein künstliches Grün erhalten. Die Ausschüsse für Bildung und Sport sowie der Haupt- und Finanzausschuss wollen dem Rat vorschlagen, den Tennenplatz in Schwansbell in einen Kunstrasenplatz umzubauen. Grund ist die Schieflage des Platzes, die bei starken Regenfällen dazu führt, dass das Wasser in den Keller des Vereinsheims fließt und dort immer wieder Schäden anrichtet. Im Zuge des Kunstrasenbaus soll dann auch die Schieflage beseitigt werden.
Finanziert werden soll die Baumaßnahmen durch Mittel aus dem Konjunkturpaket 2. Dafür stehen insgesamt etwa 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. Unter Berücksichtigung von Eigenleistungen erhalten Westfalia Wethmar und der VfB Lünen jeweils gut 430.000 Euro, um den Bau zu realisieren. Der LSV bekommt etwa 350.000 Euro zur Verfügung gestellt. Allerdings ist für den Platz in Schwansbell auch keine Rundlaufbahn geplant.
Darüber hinaus sieht die Verwaltungsvorlage vor, dass bis spätestens 2015 im Einzugsbereich der Vereine TuS Niederaden und SV Preußen eine neue Kunstrasenfläche und Tartanbahn sowie ein Kleinspielfeld errichtet werden soll. Mit diesem Beschluss soll ein Startsignal zur Planung eines gemeinsamen Standortes gefunden werden. Zudem dürften nun auch die Gespräche über eine mögliche Fusion beider Clubs neue Nahrung erhalten.
Planungssicherheit hat nach dieser Beschlussvorlage nun auch C-Ligist SG Hansa/Beckinghausen/Sundern. Der Anlage an der Kreuzstraße wird für die nächsten zehn Jahre nämlich eine Bestandsgarantie gegeben.
Erneut in dem Papier enthalten ist auch die Möglichkeit, durch den Bau eines Kunstrasens an der Dammwiese die Sportanlage an der Kaubrügge in Gahmen aufzugeben und mittelfristig einer anderen Nutzung zuzuführen. Ein Passus, der bei Egbert Gutkowski, Ratsherr der SPD, für einige Irritationen sorgt: „Diese erneute Diskussion halte ich absolut für kontraproduktiv. Wir sind doch gerade dabei mit dem Projekt „Soziale Stadt” dabei etwas aufzubauen, was die Kinder unter anderem in die Sportvereine bringen soll. Jetzt wird so ein falsches Signal gesetzt.”
Zudem hält Gutkowski eine Nutzungsänderung auch ohne weiteres gar nicht für möglich: „Im Flächennutzungsplan und Gebietsentwicklungsplan ist dieses Gebiet als Grünfläche oder eben Sportplatz ausgewiesen, eine andere Nutzung ist demnach gar nicht umsetzbar.”
10:20
Woher der Neid??
07:48
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
22:06
Oh Wunder, oh Wunder! Hoffentlich ist der LSV genauso rege und beteiligt sich wie die anderen Vereine an der Baumaßnahme. Das in Wethmar die Drainage defekt und nach dem kleinsten Regenschauer die Spiele ausfallen hat bisher auch keinen gestört.