Horrortrip beendet alle Hoffnungen
15.11.2009 | 12:07 Uhr 2009-11-15T12:07:00+0100Aufstiegsrunde zur Ringer-Verbandsliga: Bonn-Duisdorf - VfK Lünen-Süd 27:12. Ein Horrortrip der Lüner beendete alle Hoffnungen, in der diesjährigen Aufstiegsrunde noch einmal ins Rennen zu kommen.
„Schon als ich Mattenleiter Franz Raletic sah, hätte ich am liebsten das gesamte Team eingesammelt und wäre wieder nach Hause gefahren. Aber das ist unfair dem Publikum gegenüber und auch teuer”, sagte Geschäftsführer Horst Gehse. Raletic leite zwar Bundesligakämpfe, aber man habe mit ihm auf unterer Ebene schlechte Erfahrungen gemacht, erläuterte Gehse.
So nahm das Unheil schon im ersten Kampf mit Stefan Obst seinen Lauf, dessen „klarer Schultersieg nicht anerkannt” worden sei, so Gehse. Später ging der Sieg an den Bonner, „aber da lag Stefan nicht auf dem Rücken”, so Gehse. Trainer Frank Bieber (60kg) wurde wenige Sekunden nach Kampfbeginn wegen Beleidigung des Mattenleiters disqualifiziert, ihn erwartet eine Sperre. Auch Cihan Oruk (66kg FS) wurde nach Lüner Sicht der Dinge ein Schultersieg aberkannt.
Schwere Verletzung
bei Vladimir Kreps
Schlimmer kam es für Trainer Vladimir Kreps, bei dem eine alte schwere Schulterverletzung wieder aufbrach. „Leider hat er weiter gekämpft, statt die Matte zu verlassen”, so Gehse. Im Schwergewicht wurde es dem grippegeschwächten Jörg Zimmermann übel, er verließ die Matte Richtung Toilette.
So blieben die Siege von Alex Arendt (66kg GR, kampflos) sowie Harun und Faruk Uzun (74 und 84kg) die einzigen Lichtblicke des Ausflugs ins Rheinland. David Tautz (76kg GR) kämpfte aufopferungsvoll, verlor aber 0:4. Murat Gülek, zehn Kilo leichter als sein Gegner, lag in Runde zwei auf den Schultern.
Ohne Bieber, Kreps und Zimmermann geht's am Freitag nach Mülheim-Styrum, „wir stocken mit Jugendlichen auf”, so Gehse.
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