Hallensanierung: Vereine ziehen um
12.02.2010 | 16:45 Uhr 2010-02-12T16:45:00+0100
Lünen. Mit Beginn der Sommerferien geht es los. Die Rundsporthalle an der Kurt-Schumacher-Straße wird von Grund auf saniert und bleibt fast ein Jahr geschlossen (wir berichteten bereits).
Bis die gut 40 Jahre alte Sportstätte aber in neuem Glanz erstrahlt, müssen zahlreiche Vereine und Verbände, die bisher ihre sportliche Heimat in der Rundsporthalle haben, einige Unannehmlichkeiten hinnehmen. „Für uns bedeuted das Ganze natürlich einen organisatorischen Mehraufwand”, sagt Michael Thieme, 1. Vorsitzender der LSV-Handballer und hofft, dass der Trainingsbetrieb auch in den Ausweichhallen halbwegs planmäßig weitergeführt werden kann.
Bisher steht den Handballern die Halle von Dienstag bis Donnerstag in den Nachmittags- und Abendstunden komplett zur Verfügung.
„Keine Diskussion, die Sanierung ist absolut notwendig, jetzt müssen wir eben eine vernünftige Lösung finden”, sagt Marion Maas, 2. Vorsitzende der Volleyballer vom Lüner SV. Aus Sportlersicht wäre dies die Sporthalle am Gymnasium Altlünen. „Da können wir mit unseren beiden Landesliga-Teams noch spielen”, sagt Maas, „natürlich ist die Halle gerade für unsere Zuschauer sicherlich nicht optimal, aber für einige Monate müssten wir uns eben damit arrangieren.”
Die Altlüner Sporthalle wird bereits jetzt teilweise zu Trainingszwecken von den Volleyballern genutzt. Während die Lüner in der Rundsporthalle jedoch mit drei Gruppen gleichzeitig trainieren können, wäre dies am neuen Standort nur mit zwei Teams möglich. „Was mit der dritten Gruppe dann passiert, müssen wir noch in Ruhe mit der Stadt klären”, sagt Maas.
Und genau da hat man sich auch bereits Gedanken gemacht. „Wir haben bereits zwei Mal mit den Vereinen zusammengesessen”, sagt Burkhard Körbl vom Sportbüro und verrät schon einige Verlegungen. „Die Hockeyspieler des SSC Lünen werden in der Sanierungsphase in der Halle am Stein-Gymnasium spielen und trainnieren, die Volleyballer am Gymnasium Altlünen”, erklärt Körbl.
Die LSV-Handballer bekommen teilweise Hallenstunden mit anderen Clubs oder dürfen in auswärtige Hallen ausweichen. Ihre neue Spielstätte ab Sommer wird die Dammwiese sein. „Da habe ich die Sonntage schon im Kalender geblockt”, so Körbl.
Völlig im luftleeren Raum schweben dagegen noch die Fußballer, die ihre Jugend- und Seniorenstadtmeisterschaften zum Jahreswechsel bisher stets in der Rundsporthalle austrugen. Dies wird in diesem Jahr nicht möglich sein. „Ich habe von der Sanierung auch erst aus der Zeitung erfahren”, sagt Karl-Heinz-Schulze, Vorsitzender der Fachschaft Fußball.
„Eine Hallenrunde wird es auf jeden Fall geben”, beruhigt Schulze alle Fans. Wie und an welchem Ort steht allerdings noch in den Sternen. In mehreren Hallen zu spielen, könnte Probleme mit den Sponsoren geben. Von der Idee, eventuell in eine Nachbarstadt auszuweichen, hält Schulze wenig: „Welche Zuschauer würden denn zum Beispiel nach Kamen fahren. Das halte ich doch für zu weit hergeholt.”
Als Spielort ausscheiden dürfte auch die gerade im Bau befindeliche Sporthalle am Schulzentrum Altlünen, selbst wenn sie bis zum Winter fertiggestellt wäre. „Die Halle ist nur für 340 Zuschauer zugelassen”, sagt Körbl, der trotz aller Widrigkeiten und noch offener Fragen doch allen Lüner Sportlern rät, sich über die Sanierung der Rundsporthalle zu freuen: „Das ist doch wirklich eine tolle Sache. Ist die Halle fertig, haben wir da ein echtes Schmuckstück.”
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