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Gahmen brutal unter Druck

14.11.2012 | 14:26 Uhr
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Gahmen brutal unter Druck

Die Blau-Gelben rutschen nach der Niederlage gegen Derne auf einen Abstiegsplatz. Die Preußen beklagen nach dem Derby drei Verletzte, der BV Lünen und Brambauer II bleiben über dem Strich und Niederaden spielt plötzlich spanisch

SG Gahmen

Nur drei Punkte auf den letzten vier Spielen holten die Blau-Gelben und bekamen dafür am Sonntag nach dem 1:3 gegen Ay Yildiz mit dem Sturz auf einen Abstiegsplatz die Quittung. „So langsam bin ich wirklich ratlos“, gesteht Trainer Milan Mikuljanac. „Auch in diesem Spiel war wieder mehr möglich. Wir stellen uns vor dem Tor einfach zu dumm an. Dabei hat der Gegner uns doch vorgemacht wie es geht und mit drei Schüssen drei Treffer erzielt. Uns fehlt aber leider ein Knipser.“ Auch personell sieht es weiter schlecht aus. Candan (Schambeinverletzung) startete Sonntag einen Comebackversuch, hat nun aber wieder Schmerzen. Auch Mesic, Manka, Machura, Bilginer und Wilenskij fehlen weiter. Ausgerechnet jetzt geht es zum Tabellenvorletzten Wambel. „Egal wie, ein Sieg ist jetzt Pflicht. Die Jungs müssen die Ärmel hochkrempeln. Sonst sieht es ganz düster aus“, so Mikuljanac.

BV Lünen 05

Erstmals am sicheren Ufer findet sich dagegen der BV Lünen wieder. „Das war eine gerechte Punkteteilung“, kann Trainer Thomas Voigt nach zuvor drei Siegen gut mit dem 1:1 beim BV Brambauer leben. Mit Weiß und Skrzekowski fehlten zwei Defensivstabilisatoren, dennoch präsentierten sich die Geister gut organisiert. „Wir haben die Ausfälle gut verkraftet“, freut sich Voigt. „An dieser Sicherheit gilt es jetzt weiter zu arbeiten und unsere Serie der ungeschlagenen Spiele auszubauen.“ Schließlich kommt am Sonntag Schlusslicht Eving II auf die Lüner Asche. „Da können wir den einen Derbypunkt vergolden und einen großen Schritt raus aus dem Tabellenkeller machen“, sagt Voigt und gibt für die letzten Spiele des Jahres ein klares Ziel vor: „Es wäre wichtig auf einem Nichtabstiegsplatz in die Pause zu gehen, danach warten nämlich richtig dicke Brocken auf uns.“ Bereits begonnen hat die Winterpause für Juri Buch, dessen Knieverletzung sich jetzt als Anriss des vorderen Kreuzbandes herausstellte.

BV Brambauer

„Unsere Chancenauswertung war wieder miserabel. Die Jungs haben sich über die Außen wirklich klasse viele Gelegenheiten erspielt, der Abschluss war aber teilweise unfassbar“, hatte Trainer Thorsten Heimann auch drei Tage nach dem Derby noch einen dicken Hals. Der Hoffnungsträger heißt jetzt Kevin Heise, dem im zweiten Spiel für den BVB sein erster Treffer gelang. „Kevin mus noch an seiner Fitness arbeiten, aber ohne ihn fehlt uns vor dem Tor einfach die Qualität“, ist Heimann ehrlich. Dies könnte sich zur Rückrunde ändern. Die Rückkehr von Pascal Hoffmeister ist nun perfekt. Zudem wird mit Offensivmann Mehmet Tosun ein weiterer ehemaliger Jugendspieler wieder seine Schuhe für den BVB schnüren. Gegen den BV Lünen lief die BVB-Zweite erstmals im 3-4-3-System auf. „Die Jungs haben die Vorgaben gut umgesetzt, beherrschen jetzt mittlerweile drei Spielsysteme. Hier geht die Entwicklung weiter, jetzt müssen wir nur noch den Abschluss lernen“, sagt Thorsten Heimann.

SV Preußen

Die Preußen scheinen weiter eine Kunstrasenallergie zu haben, kommen auf ihrem schönen neuen Geläuf am Alten Postweg einfach nicht in Tritt. „Das war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel, beide Teams haben sich neutralisiert, die beiden Gegentore sind dann leider aus unseren Fehlern entstanden“, ärgert sich Trainer Bernd Schawohl über die Niederlage gegen den VfB. Bei nur noch vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone und jetzt drei kniffligen Auswärtsaufgaben in Reihe, bat Schawohl am Dienstag zur Spielersitzung und arbeitete das Derby intensiv auf. „Wir müssen jetzt punkten, egal wie!“, fordert der A-Lizenz-Inhaber. Allerdings verletzten sich Garcia, Meier (beide Knöchel) und Szczepanski (Schlüsselbeinprellung) gegen die Süder und drohen länger auszufallen. „Jetzt müssen sich die anderen Spieler beweisen“. sagt Schawohl.

TuS Niederaden

Der Ärger über den Platzverweis gegen Dennis Rautert beim 3:3 in Holzwickede ist bei Erik Sobol noch immer nicht verraucht, denn sein Goalgetter wurde jetzt für vier Wochen gesperrt. „Dennis soll geschlagen haben. Das ist lächerlich, er hat nur den Ball aus dem Netz geholt“, schimpft der Trainer. Nun herrscht an der Kreisstraße akuter Sturmnotstand. Leismann (Meniskus-OP), Wiggers (Nasenbeinbruch) und Althoff (Kreuzbandriss) fallen alle ebenfalls langfristig aus. Als einziger Stürmer steht lediglich noch Youngster Funke zur Verfügung. Deshalb stellt Sobol spontan auf das „spanische System“ ohne echten Angreifer um. „Ich lasse fünf Mann im offensiven Mittelfeld ran, da sind wir mit Hans oder auch Genter schließlich extrem torgefährlich besetzt“, erklärt Sobol und ist sich sicher: „Die drei Spiele bis zur Winterpause bringen wir auch noch gut über die Bühne.“ Marc Peternell plagen Knieprobleme.

Markus Wilczek

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