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"Es fehlte heute der letzte Wille"

26.08.2007 | 02:10 Uhr

Verbandsliga: SV Vorwärts Kornharpen - Lüner SV 4:0 (1:0). (gw) Nach zwei positiven ersten Auftritten sind die Rot-Weißen am dritten Spieltag brutal auf dem Boden der Tatsachen gelandet. "Das war im Grunde nichts", bekannte Trainer Mark Bördeling. "Es feh

Bördeling musste zwei Umstellungen vornehmen. Für Kaczmarek (verletzt) kam Hulboy, Bördeling selbst musste aufgrund einer Mandelentzündung zuschauen. Für ihn rückte Coers ins Team, als Libero agierte Köse. Aber auch die Gastgeber mussten, wie schon in den Wochen zuvor, zahlreiche Leistungsträger ersetzen.

In welche Richtung der Ball gestern in erster Linie rollen sollte, deutete sich bereits nach wenigen Sekunden an. Kornharpen, angetrieben vom starken Janas sowie dem 40-jährigen Kapitän Guido Silberbach, dominierte die erste Hälfte und ließ nicht eine einzige LSV-Chance zu.

Dass die Lüner die Null bis zur 40. Minute hielten, lag lediglich am unpräzisen Abschluss der Gastgeber sowie an LSV-Keeper Robert Brochtrup. Günkaya (1., 16., 44.), Janas (10., 16.), Silberbach (8.) und Mouelle (43.) hätten sich in die Torschüt-zenliste eintragen können. Dies blieb zunächst jedoch nur Janas (40.) vorbehalten, der nach Ceylans Ballverlust Brochtrup überwand.

In den zweiten Durchgang startete der LSV mit zwei Wechseln, die etatmäßigen Offensivkräfte Heinze und Kapucu ersetzten Coers sowie den rotgefährdeten Ceylan. Für Schwung sorgte jedoch vor allem die "alte Kraft" Hanke, der bis zur 50. Minute dreimal zum Abschluss kam. Der LSV schien nun auf Kurs und die miserable Chancenverwertung der Gastgeber bestrafen zu wollen.

Doch die etwa 15-minütige Drangphase verpuffte wirkungslos. "Dann haben wir das Spiel wieder kontrolliert, das war ausschlaggebend", analysierte Vorwärts-Trainer Silberbach. Nach einer längeren Verletzungspause waren die Bochumer hellwach, brachten den Ball schnell nach vorne und kamen durch Günkaya zum 2:0 (61.).

Die Katastrophe wäre aus Lüner Sicht perfekt gewesen, wenn Kumac kurz darauf wegen Nachtretens nicht Gelb, sondern Rot gesehen hätte. So aber kamen die Lüner "nur" mit zwei weiteren Gegentoren durch Janas (70.) und Trasias (89.) davon. Die Lüner Offensive meldete sich erst nach dem dritten Gegentor zurück. Hanke, Heinze und Japaridze vergaben jedoch.

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