Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Ringen

Ein Auftakt bei alten Bekannten

26.08.2010 | 16:17 Uhr

Lünen.Die vielen Fußballer in der Lippestadt sind schon seit knapp drei Wochen wieder im Pflichtspielbetrieb, aber auch für die Ringer des VfK Lünen-Süd hat die schweißtreibende und anstrengende Vorbereitung Samstag (19.30 Uhr) endlich ein Ende.

Harun Uzun (in rot) und der VfK Lünen-Süd treffen Samstag auf Bönen.

Und zum Auftakt trifft der Aufsteiger in der Verbandsliga gleich auf einen alten Bekannten. „Den TuS Bönen kennen wir noch aus Landesliga-Zeiten, bevor sie vor drei Jahren aufgestiegen sind“, sagt VfK-Geschäftsführer Horst Gehse und hat Respekt vor dem Gegner: „Die letzte Serie war zwar eher schwach, dafür hatte Bönen davor aber zwei starke Jahre in der Verbandsliga. Ich rechne mit einer ganz knappen Geschichte. Derjenige, der besser aus den Startlöchern kommt, wird hauchdünn siegen.“

Als „schweren Rucksack“ haben die Süder Ringer aber den islamischen Fastenmonat Ramadan auf der Fahrt in die Nachbarstadt im Gepäck. „Dieser Faktor trifft zwar alle Vereine“, gibt Gehse zu, „aber wir haben besonders viele Athleten in unserem Kader, die sich sehr streng an die Fastenregeln halten, daher erwischt es uns etwas härter“. Zudem fehlt dem VfK auch noch Urlauber Ferhat Demir. Jammern will Gehse dennoch nicht, er hofft stattdessen, dass die große Konkurrenz im Verein seinen Aktiven Beine macht. „Für Samstag können die Trainer aus 25 Leuten die erste Mannschaft zusammenstellen“, sagt Gehse. Daher wird es beim morgigen Abschlusstraining auch noch ein internes Ausscheidungsringen um die letzten freien Plätze auf der Matte geben.

Der TuS Bönen hat seine stärken vor allem in den oberen Gewichtsklassen. Mit dem bärenstarken TuS-Trainer Ingo Manns im Schwergewicht dürfte auf Bedri Safer wohl eine fast unlösbare Aufgabe warten. Auch sein Sohn, der wohl in der Klasse bis 74kg startet, wird nur schwer zu besiegen sein. Die dritte Trumpfkarte der Hausherren ist Daniel Keim, der im griechisch-römischen Stil bis 66kg auf die Matte geht. „Er ist ein absoluter Punktegarant, immer für drei oder gar vier Zähler gut“, so Gehse.

Ansonsten sieht Gehse im Mittelfeld und den unteren Klassen aber seine Schützlinge leicht im Vorteil und erwartet sich vor allem von dem Oberliga-erfahrenen Neuzugang Senol Sakalli einiges und schielt damit zumindest schon mal ganz leicht Richtung Auftaktsieg: „Wir sind gut vorbereitet und trotz Ramadan sollte es nach dieser Vorbereitung an der Fitness sicherlich nicht scheitern.“

Neues System für die zweite Mannschaft

Bezirksliga: TuS Bönen II - VfK Lünen-Süd II (Sa., 17.30 Uhr). Auf die traditionell junge zweite Riege des VfK wartet ein neues System. Künftig werden maximal 14 Kämpfe bestritten, die eine Hälfte im Freistil, die andere im griechisch-römischen Stil. Um kampffähig zu sein, muss eine Mannschaft mindestens sieben Aktive stellen, maximal sind bis zu 14 erlaubt.

„Bisher existiert dieses System nur auf dem Papier, daher müssen auch wir in den ersten Wochen noch viel testen und probieren“, weiß auch Gehse noch nicht so genau, wie die Neuerung bei Aktiven und Fans ankommen wird. Personell sind die Gäste jedoch gut aufgestellt. „Es gibt zwar noch ein, zwei kleine Schwierigkeiten, aber eigentlich müssten wir fast 14 Leute stellen können“, so Gehse.

Markus Wilczek

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3609813/create

Aktuelle Fotos und Videos
Sport am Wochenende
Bildgalerie
Fotostrecke
Derby in Oberaden
Bildgalerie
Fotostrecke
Aufstiegsjubel
Bildgalerie
Aufstiegsjubel beim LSV
Kreispokal Lüdinghausen
Bildgalerie
Finalspiel Wethmar gegen...
Aus dem Ressort
Aufgestiegen - abgeschossen
0:3 des Lüner SV
Im ersten Spiel nach dem Aufstieg lieferte der Lüner SV seinen zahlenden 140 Zuschauern eine Blamage. Mit 0:3 verlor der Meister gegen die abstiegsbedrohte ÖSG Viktoria - ein Ergebnis, das den Mitabstiegskonkurrenten der Dortmunder, Südkirchen und Bergkamen, wie eine Stinkbombe in der Nase liegen...
3:0 - Westfalia Wethmar bleibt an der Spitze
Fußball-Kreisliga
Knapp eine Stunde lang schien es, als würde sich Westfalia Wethmar im Meisterkampf die Zähne an Simon Willner ausbeißen. Der Keeper des SV Stockum hatte in einem äußerst einseitigen Spiel bis dahin bereits fünf hochkarätigste Chancen der Gäste vereitelt.
Text