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Dicke Luft bei der SG Gahmen

24.11.2010 | 16:48 Uhr

Lünen.Die kleine Verschnaufpause in den Kreisligen ist beendet. Mit dem bereits letzten Hinrundenspieltag am Sonntag wird die heiße Phase mit noch drei Spielen vor der Winterpause eingeläutet.

„Das spielfreie Wochenende tat gut“, sagt Wolfgang Sadlowski, Trainer des BV Brambauer II, wohl stellvertretend für fast alle Teams, ergänzt aber auch: „Gefaulenzt haben wir nicht.“ Ganz im Gegenteil. Um gegen die schweren Gegner TuS Eving, BV Lünen und Westfalia Wickede noch punkten zu können, wurde und wird beim BVB II nun sogar drei Mal wöchentlich trainiert. „So können wir noch intensiver im spielerischen Bereich arbeiten“, erläutert der Coach.

Hintergrund
Pause für Hanke

Hiobsbotschaft für den BV Brambauer II. Torjäger Dominik Hanke verletzte sich bei einer privaten Joggingrunde am Knie und kann mit einem Bänderanriss in diesem Jahr nicht mehr eingesetzt werden.

„Für diese Liga ist Dominik sicherlich ein Überflieger“, schmerzt Trainer Wolfgang Sadlowski der Ausfall, der allerdings ergänzt: „Unsere Mannschaft ist keine One-Man-Show. Wir werden seinen Ausfall auffangen.“

Kürzer wird die Pause bei Gahmens Thomas Ehring ausfallen, dem ein Weisheitszahn gezogen wurde. Ob der Defensivmann am Sonntag im Derby gegen den SV Preußen den durch Verletzungen ohnehin arg dezimierten Kader verstärken kann, ist aber noch offen.

Bei den Preußen wackelt noch der Einsatz von Keeper Matthias Mytzka, der derzeit noch im Krankenhaus behandelt wird.

Verletzungssorgen auch beim TuS Niederaden. Christian Strauß verdrehte sich im Training sein ohnehin bereits lädiertes Knie und hat nun wieder Probleme mit den Kreuzbändern. Zudem ist bei Schnapper Kai Mlinski eine alte Bruchstelle an der Hand wieder extrem stark angeschwollen, so dass auch der Youngster pausieren muss.

Zum Derby beim SuS Oberaden müssen die Mannen von der Kreisstraße am 5. Dezember wohl erst um 17 Uhr antreten. Da der SuS am Tag zuvor seine „grün-weiße Nacht“ feiert und Niederaden die Partie nicht verlegen wollte, wird jetzt wohl erst zweieinhalb Stunden später angestoßen.

Für Oberaden ist dies das letzte Heimspiel des Jahres. Als kleines Dankeschön verteilen die verletzten Kapitäne Dennis Block und Andreas Kallenbach kostenlos Glühwein an die treuen Fans.

SG Trainer Karsten Franke: „Hier spielen alle auf Bewährung.“

Dicke Luft herrschte dagegen bei der SG Gahmen, wo Trainer Karsten Franke nach vier Niederlagen in Reihe zur großen Krisensitzung bat und deutliche Worte findet: „So eine Leistung wie beim 1:6 in Wickede darf uns nie wieder passieren. Tritt die Mannschaft weiter ohne Leistungsbereitschaft an, vergraulen wir doch unsere Zuschauer.“ Mit Rückendeckung des Vorstandes spielen bis zum Winter nun alle Akteure auf Bewährung. „Bereitschaft und Willen werden wir bei allen genau beobachten“, droht Franke, „denn ansonsten haben wir für die zweite Serie personelle Alternativen in der Hinterhand. Die Außendarstellung des Vereins leidet sonst ja einfach auch und das geht nicht.“

Preußen-Trainer Reuf Zulfic: „Tacheles geredet.“ Foto: Tim Müller

Gesprochen wurde auch beim SV Preußen viel, zu deutlich steckte allen Beteiligten noch die 0:5-Derbyklatsche gegen den VfB Lünen in den Kleidern. „Wir haben Tacheles geredet und versuchen nun einige Dinge besser zu machen“, erklärt Übungsleiter Reuf Zulfic, der sich der Rückendeckung des Vorstandes sicher sein kann. Vor allem für seine Einheiten auf dem Platz am Alten Postweg erhofft sich der Coach nun künftig eine regere Beteiligung: „Dies ist seit Saisonstart unsere größte Krankheit.“ Vom Potenzial seiner Schützlinge ist Zulfic nämlich völlig überzeugt: „Die, die da sind, deuten es im Training immer an, aber die Jungs müssen es im Spiel jetzt auch endlich einmal umsetzen.“

Beim BV Lünen ist man bereits total auf den nächsten Gegner fokussiert. „In der letzten Woche haben wir es etwas lockerer angehen lassen, geben jetzt aber wieder Vollgas“, erklärt Trainer Thomas Voigt, obwohl am Wochenende „nur“ Schlusslicht Wambel wartet. Aber genau dieses kleine Wörtchen stört Voigt: „Diese drei Punkte will ich holen, daher darf man den Gegner nicht unterschätzen.“ Nicht mit dabei sein wird Stammkeeper Bastian Wieling, der bis zur Winterpause weiterhin von Lukas Bürger vertreten wird. „Seine Entzündung im Knie klingt zwar ab, aber wir wollen kein Risiko eingehen und setzen Bastian in diesem Jahr nicht mehr ein“, so Voigt.

Auch nach dem spielfreien Sonntag bleibt die Personaldecke beim SV Preußen II äußerst dünn. Daher ist Trainer Dieter Glaap auch recht angesäuert über die vierwöchige Sperre für seinen Sohn Kevin nach dem Platzverweis gegen Sölde. „Das war nur eine Harmlosigkeit“, erinnert sich Glaap an den Schubser. So muss die SVP-Zweite nur mit einem Zwölfer-Kader die letzten drei Partien über die Bühne bringen. „Wir sehnen uns nach der Winterpause“, sagt Glaap ehrlich und verspricht dann eine deutliche Besserung: „Für die zweite Serie haben sich Neue angekündigt, einige trainieren auch schon mit.“ Froh ist Glaap bis dahin nur, „dass wir zu den richtigen Zeitpunkten schon die nötigen Punkte geholt haben“.

Pascal Wiemer droht nach Knieverletzung das Ende der Fußballerkarriere. Foto: Tim Müller

Ein wenig die Beine hochgelegt hat der VfB Lünen. „Wunden lecken war angesagt“, erklärt Andreas Roch, Coach der in dieser Spielzeit so verletzungsgeplagten Süder. Nun ist aber allmählich Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Kersting, Hoischen und auch Gauda sind nämlich wieder fit. „Bis auf Keeper David Ringel und Pascal Wiemer und Andre Richter dürfte der Kader damit fast wieder komplett sein“, will Roch dies unbedingt nutzen und gegen Aufsteiger Hannibal einen Sieg folgen lassen. Ob Wiemer nach seinem Kreuzband und Knorpelschaden im Knie überhaupt noch einmal die Fußballstiefel schnürt, ist eher unwahrscheinlich. „Pascal muss wohl mit Fußball aufhören“, will Roch trotz dieser Personalie im Winter aber nicht nachjustieren: „Wir vertrauen den Jungs, verletzt sich keiner mehr, machen wir nichts.“

Markus Wilczek

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