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Lüner SV

„Der Schaden geht an

21.09.2010 | 17:53 Uhr

Lünen.Der Schaden nach der Brandstiftung am Clubheim des Lüner SV geht nicht wie zunächst befürchtet in den sechsstelligen Eurobereich hinein. Eine gute Nachricht ist das für die Fußballer aber noch lange nicht.

In der Nacht auf den 10. September war beim LSV am Stadion Schwansbell Feuer gelegt worden. Hausmeisterwohnung und Geschäftsstelle wurden schwer beschädigt, das Inventar zum größten Teil durch das Feuer vernichtet.

„Der Schaden am Inventar beläuft sich auf etwa 20.000 Euro“, sagt Dieter Kasprowiak vom LSV. Die Brandstiftung vom 10. September war nicht der erste Fall von Vandalismus beim LSV. „Insgesamt, so schätzt es der 2. Vorsitzende Peter Marx, „haben die Einbrüche und Diebstähle der letzten anderthalb Jahre einen Schaden von rund 40.000 Euro verursacht.“ Fast zehn Mal war der LSV in den letzten Monaten Opfer geworden, unter anderem hatten der oder die Täter den Bus der Jugendabteilung zerstört.

Insgesamt kommt
man auf 40.000 Euro

Gegen die Schäden war der Lüner SV nicht versichert. „Eine Gebäudeversicherung für Clubheim und Wohnung gibt es, das Inventar darin war nicht versichert“, sagt Kasprowiak.

Als Leiter der Zentralen Gebäudewirtschaft Lünen (ZGL) ist er für die Hausmeisterwohnung zuständig, als Mitglieder des Wirtschaftsrats im Lüner SV kümmert er sich um die Schäden am clubeigenen Gebäude.

„Was da an Schaden angerichtet wurde, geht an die Substanz des Vereins“, sagen Marx und Kasprowiak. Dank vieler Helfer innerhalb des Vereins sei es bislang immer gelungen, Schäden oder Verluste einigermaßen zu besetzen. Noch sei der Bestand der ersten Mannschaft nicht in Gefahr, sagten beiden.

Am vergangenen Freitag besichtigten Gutachter der Gebäudeversicherung den Brandort. Klar ist, dass es mit Anstreichen allein nicht getan sein wird in den verkokelten Gebäuden. „Außerdem gibt es Schäden, die man in Euro kaum ausdrücken kann“, berichtet Dieter Kasprowiak. So seien sämtliche Vereinsunterlagen, von Verträgen über Geschäftspapiere bis hin zu Vereins-Historischem, zerstört worden. „Und das kann einem keiner mehr ersetzen“, so Kasprowiak.

Ein Täter konnte bislang noch nicht ermittelt werden.

Carsten Rüßel

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