Der LSV rumpelt sich ins Finale
04.08.2011 | 21:59 Uhr 2011-08-04T21:59:00+0200
Lünen.Mit einer spielerisch eher dezenten Leistung sicherte sich der Lüner SV beim eigenen Turnier den Finaleinzug und trifft am Samstag nun auf Liga-Rivale FC Nordkirchen.
Dazu genügte gegen den zuvor punktlosen TuS Niederaden ein torloses Unentschieden. „Vor dem Spiel habe ich meiner Frau daheim gesagt das ich froh wäre, wenn die Partie nicht zweistellig ausgeht“, war TuS-Trainer Erik Sobol, der insgesamt auf elf Aktive verzichten musste, extrem zufrieden mit seinen Schützlingen: „Die Jungs haben hervorragend gekämpft.“
Anders als in den beiden Spielen zuvor konnte der LSV sein Kombinationsspiel auch diesmal nicht so wirkungsvoll aufziehen. Auf dem Naturrasen im Stadion versprangen viele Bälle oder der letzte Pass kam nicht an.
So feuerten die Hausherren in Durchgang eins kaum einen gefährlichen Ball Richtung Niederadener Gehäuse. Dies änderte sich nach zahlreichen Wechseln nach der Pause zwar, doch jetzt scheiterte die Hampel-Elf entweder an Torsteher Wiemers oder zielte vorbei.
Zudem erzielte Sehrbrock noch ein Kopfballtor, der Referee entschied aber auf Abseits. Nur wenige Minuten später musste der Youngster den Platz aber wieder verlassen - allerdings unfreiwillig. Nach einem unglücklichen Zweikampf verletzte sich Sehrbrock schwer am Knöchel und wurde mit dem Krankenwagen abgeholt.
SG Beckinghausen - BV Lünen 1:2 (0:0). Trotz des Erfolges und dem Einzug ins kleine Finale war BV-Trainer Thomas Voigt mit der Leistung seiner Geister überhaupt nicht einverstanden und faltete die Elf noch auf dem Rasen auch lautstark zusammen.
„Beckinghausen war lange die bessere Mannschaft. Das hat etwas mit Einstellung und Charakter zu tun“, fand Voigt deutlich Worte. Erst als der B-Ligist nach 48 Minuten eine seiner zahlreichen Gelegenheiten durch Ekici zur Führung nutzte, wachten die Lüner auf und zeigten mehr Engagement. Innerhalb von zwei Minuten drehten Schmale und Rickert die Partie. Der SGB gelang anschließend nur noch ein Lattentreffer.
VfB Lünen - Westfalia Wethmar 0:1 (0:1). Mit der nötigen Portion Glück lösten die Grün-Weißen das Ticket für das Spiel um Platz drei. Dabei begann die Lüggert-Elf gegen tief stehende Süder zunächst klar dominant und ging nach schönem Direktspiel durch Hempelmann auch verdient in Front (15.).
Doch mit dem Rückstand wurde der VfB plötzlich mutiger und hätte durch Drews noch vor der Pause egalisieren müssen. Aber auch nach dem Wechsel spielten fast nur noch die Schwarz-Weißen, doch Drews vergab erneut beste Einschussgelegenheiten, zudem rettete Albrecht im Anschluss an einen Eckball noch mit dem Kopf auf der Torlinie. Offensiv war die Westfalia in dieser Phase praktisch kaum existent.
FC Nordkirchen - SV Preußen 2:2 (1:0). Gegen den ambitionierten Bezirksligisten, der zwar ohne sechs Stammkräfte angetreten war, landeten die Preußen nach einer starken zweiten Hälfte einen Achtungserfolg. Aus dem Turnier schied die Branse-Elf aber dennoch aus.
„Wir haben ganz schlecht begonnen, die Laufbereitschaft war viel zu gering“, war der SVP-Spielertrainer zunächst gar nicht zufrieden und stellte Mitte der ersten Hälfte sein System um. Fortan liefen die Schwarz-Weißen die Räum auch deutlich besser zu und der FCN wusste mit seinem vielen Ballbesitz kaum noch etwas anzufangen.
Nach Wiederbeginn wurden die Preußen auch vorne deutlich gefährlicher und erspielten sich gute Gelegenheiten. Zwei davon nutzten Torjäger Mantei (39.) und Youngster Wiggers (58.) und so holten die Preußen einen Zwei-Tore-Rückstand verdientermaßen doch noch auf.
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