Christian Hampel bleibt bis 2014
07.02.2012 | 18:54 Uhr 2012-02-07T18:54:00+0100
Lünen. Auf einer Reise nach Belek besprachen die LSV-Verantwortlichen die weiteren Pläne des Fußballvereins. Wichtiger Zwischenstopp: Trainer Christian Hampel bleibt bis 2014. Bericht und Kommentar.
Auf dem Weg zurück in die bedeutsameren Gebiete des heimischen Fußballs setzte Bezirksliga-Spitzenreiter Lüner SV jetzt ein deutliches Zeichen: Der Vertrag mit Trainer Christian Hampel (41) wurde bis Mitte 2014 verlängert.
Diese und andere Entscheidungen besprachen die LSV-Verantwortlichen diesmal nicht im Clubhaus Schwansbell, sondern bei einer viertägigen Reise Mitte Januar nach Belek an der türkischen Riviera. Der 2. Vorsitzende Imdat Acar hatte die Reise organisiert und neben Hampel und den LSV-Vorständlern auch Geschäftspartner seines Bauunternehmens Mita-Bau mit auf die Tour genommen.
Der sportliche Leiter Hasan Kayabasi: „Wir sind mit der Leistung von Trainer Christian Hampel zu einhundert Prozent zufrieden. Schon bei seiner Verpflichtung im Sommer 2010 haben wir auf eine mittelfristige Zusammenarbeit gesetzt und einen Zweijahres-Vertrag beschlossen,. So ist es auch diesmal, es hat sich bewährt.“
„Ich wollte auch ein Zeichen
für die Spieler setzen“
Kayabasi umriss den weiteren Fahrplan: „Wir gehen davon aus, dass wir am Ende der laufenden Saison in die Landesliga aufsteigen. Auch in der höheren Klasse wollen wir schon in der ersten Spielzeit eine Rolle im vorderen Bereich spielen.“
Christian Hampel meinte: „Ich habe Spaß an meiner Aufgabe. Aus familiären Gründen ist auch der Umstand, dass ich in Kirchderne wohne und es nicht so weit zum Training habe, ein Argument für den LSV gewesen.“ Die sportliche Perspektive, beim Lüner SV weiter Erfolg zu haben, sei vorhanden. Hampel weiter: „Ich wollte auch gegenüber den Spielern ein Zeichen setzen. Es kann ja nicht sein, dass ich denen Nachhaltigkeit predige und selbst beim nächstbesten Angebot wieder weg aus Lünen bin“, unterstrich der Coach. Sportmanager Kayabasi will in den nächsten Tagen Gespräche mit den Spielern führen.
Auch auf der Vorstandsebene habe die Belek-Reise einiges bewegt, fand der 2. Vorsitzende Peter Marx: „Teile des neuen und des alten Teams waren dabei. Dabei haben wir selbstverständlich auch über die weitere Führung des Lüner SV gesprochen. So hätten Geschäftsführer Torsten Hagedorn und der 2. Vorsitzende Hans Pohl signalisiert, weiter für den LSV zu arbeiten.
JHV im Sommer
Nach dem Rücktritt des langjährigen Vorsitzenden Dr. Dieter Wiefelspütz Ende Mai vergangenen Jahres will man beim LSV Mitte des Jahres die Jahreshauptversammlung abhalten, auf der auch ein neuer Vorsitzender gewählt werden soll. Auch in dieser Hinsicht habe die Reise mit Imdat Acar einige Fingerzeige ergeben. Ursprünglich hatte man beim LSV eine JHV im Februar/März ins Auge gefasst, diesen frühen Termin aber verworfen. Peter Marx: „Wir haben in den nächsten Monaten aber noch ein paar Baustellen, darunter einige finanzielle und durch den Neubau des Kabinentraktes auch eine richtige zu bewältigen.“ So werde man also nach Ende der Saison tagen und wählen.
Im Zusammenhang mit der 1. Mannschaft will Kayabasi kurzfristig auch Co-und Torwarttrainer Klaus Högerl, dessen Vater und sportlichen Leiter Günter Högerl sowie Betreuer Peter Kubiak weiter an die erste Mannschaft binden.
KOMMENTAR
Die Nachricht kam nicht überraschend, macht aber trotzdem noch Freude. Mit Christian Hampel hält der Lüner SV an seinem Trainer fest - einem Trainer, dem es zuzutrauen ist, den Lüner SV zurück in höhere Regionen des heimischen Fußballs zu führen. Schon sagt Sportmanager Kayabasi, dass man auch in der Landesliga oben angreifen will.
So weit ist es lange noch nicht, aktuell haben die Lüner nicht einmal die Bezirksliga nach oben verlassen, sind aber auf einem guten Weg dahin. Ambitioniert wie kein anderer Verein bereitet sich der LSV mit Hampel auf den Aufstieg vor, kein anderer Club dieser Klasse begann so früh mit dem Training. Hinzu kamen auch noch zwei respektable Neuzugänge.
Dass die Lüner die Landesliga nicht als das höchste der Fußballergefühle definieren, ist ebenso selbstbewusst wie richtig. Zu sehr hat sich die Qualität im Amateurfußball in den letzten Jahren verschoben. Der richtige Kick fängt in den Verbandsligen an - da, wo sich zur Athletik der Landesligen auch die nötige Technik gesellt, da beginnt der Qualitätsfußball. Dort will und muss der Lüner SV nach eigenem Verständnis wieder hin.
Geld gehört dazu. Dass man es in Schwansbell hat, beweisen die Namen im Kader. Dass er daraus ein Team formen kann, hat Hampel mit der erfolgreichen Rückrunde der vergangenen Spielzeit bewiesen. Dass er sich nicht scheut, Lüner Promis wie im Herbst Osman Kumac zu suspendieren, spricht für die klare Linie des Trainers Christian Hampel. Kurzum: Der Verein hat eine richtige Entscheidung getroffen.
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