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Alstedde verdient sich einen Punkt

20.05.2012 | 13:11 Uhr
Alstedde verdient sich einen Punkt
BW Alsteddes Keeper Michael Rockel.

Alstedde. Das Derby zwischen Alstedde und Wethmar fand am Samstag keinen Sieger. Von einem Spiel auf überschaubarem Niveau bleibt vor allem die dramatische Schlussphase im Gedächtnis.

„Schon überraschend wie ausgeglichen das Spiel ist“ oder „Man sieht gar keinen Unterschied zwischen Platz eins und Platz zehn“ waren Aussagen, die man unter den knapp 400 Zuschauern hören konnte. Der große Favorit Westfalia Wethmar machte eines seiner schwächeren Spiele und die blau-weißen Gastgeber konnten ihre spielerischen Nachteile mit viel Kampf ausgleichen. Der Wille, dem Aufstiegskandidaten ein Bein zu stellen, war von der ersten Minute an deutlich zu spüren.

Dass es zur Pause trotzdem 2:0 für die Westfalia stand, war bitter für Alstedde. Denn Kula (11.) und Stojak (17.) hatten zwei dicke Chancen gehabt, um den BWA in Führung zu bringen. Doch der Pfosten und Keeper Grenigloh standen im Weg. Auf der anderen Seite zeigte sich Torjäger Dennis Wagner zwei Mal eiskalt und nutzte seine beiden Torchancen (18./35.).

Alstedde gebührt Respekt, dass sie sich nicht ihrem Schicksal ergaben, sondern auch in Hälfte zwei weiter alles probierten. Dafür wurden sie belohnt: Fabian Holtze traf nach schöner Einzelleistung zum Anschluss (55.) und nur fünf Minuten später erzwang Kevin Klink den Ausgleich.

Stimmen
Ketchup kostet extra, Senf nicht

Chris Studnicka, Blau-Weiß Alstedde: „Hätte ich meine Chance kurz vor Schluss genutzt, hätten wir wahrscheinlich gewonnen. Mit meiner Vorlage habe ich immerhin ein bisschen was gut gemacht. Und den Ball habe ich noch mit meinem schwachen Fuß reingebracht.“

Alexander Lüggert, Spielertrainer Westfalia Wethmar: „Wir hätten das Spiel durch unsere Qualität im Sturm entscheiden müssen. Ich hätte lieber drei schöne Gegentore bekommen.“

Alstedde hat zum Derby an der Preisschraube gedreht. Selbst Schüler mussten drei Euro Eintritt bezahlen, das Bier kostete zwei Euro und wer auf seine Bratwurst gerne Ketchup haben wollte, musste 50 Cent extra bezahlen. Senf gab es kurioserweise umsonst. BWA-Kassierer Hans-Jürgen Kahl: „Die drei Euro Eintritt haben wir zurück erstattet, wenn dies verlangt wurde.“

Bis zur 92. Minute schien es, als hätte Chris Studnicka eine schlaflose Nacht vor sich, da er eine dicke Chance vergab (83.), während Wethmar kurz darauf auf der anderen Seite per Kopfball von Tim Hempelmann den vermeintlichen Siegtreffer erzielte (87.). Doch eine Chance sollte Alstedde noch bekommen: Studnicka kam diesmal über rechts und schoss den Ball in die Mitte, wo der eingewechselte Bednorz den Ball ins Tor stocherte. So bejubelte Alstedde am Ende einen verdienten Punktgewinn. Co-Trainer Thomas Audehm zog den Hut vor seiner „charakterlich einwandfreien“ Mannschaft: „Dass wir da noch einmal wiederkommen, war schon stark.“ Und auch Chris Studnicka konnte am Ende doch noch lachen.

Auf Wethmarer Seite wurde nicht viel gelacht. Der Sportliche Leiter Rolf Nehling benutzte in seinem Kommentar zum Spiel gleich vier Mal das Wort „ärgerlich“ und konstatierte: „Diese Führung hätten wir verwalten müssen.“ Spielertrainer Alex Lüggert fand den Punktverlust vor allem „unnötig“, gab aber zu: „Vom Spielverlauf ist der Punkt für Alstedde absolut verdient.“

Blau-Weiß Alstedde -
Westfalia Wethmar 3:3 (0:2)

BW Alstedde: Rockel; Paarmann, Kula, Fluder, Mert, Littmann, Stojak (83. Bednorz), Grundmann (46. Püntmann), Holtze, Klink, Studnicka.

Westfalia Wethmar: Grenigloh; Evermann, Fröhling, S. Fasse (57. Albrecht), Sajonz (84. Felsberg), B. Fasse, Wagner (88. Schwarz), Hempelmann, Anderson, Bulut, Lüggert.


Tore: 0:1 und 0:2 Wagner (18./35.), 1:2 Holtze (55.), 2:2 Klink (60.), 2:3 Hempelmann (87.), 3:3 Bednorz (90.+2).


Bestleistungen: Fluder, Püntmann - Wagner.

Tim Müller



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