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Abriss und Neubau beim Lüner SV

26.10.2010 | 16:36 Uhr
Abriss und Neubau beim Lüner SV
Stadion Schwansbell, Luenen, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Germany, Europa, Foto: hans@blossey.eu, 05.09.2010

Lünen.Der neue Kunstrasenplatz am Stadion Schwansbell wurde am Samstag eröffnet, schon bald soll beim Lüner SV das nächste Projekt folgen: Abriss des alten Umkleidegebäudes samt Hausmeistertrakt und Neubau der Gebäude hinter dem Tor am Parkplatz.

Mit diesem Projekt ist jedenfalls Manfred Becker, Leiter des technischen Betriebes bei der Zentralen Gebäudewirtschaft Lünen (ZGL) seit einiger Zeit schon befasst. Ein Lüner Architekturbüro wurde mit den Vorentwürfen beauftragt, die mittlerweile fertig sind. Demnach werden für den Neubau von Kabinentrakt und Platzwartwohnung 890.000 Euro benötigt.

Manfred Becker von der ZGL: „Die alten Gebäude sind nicht mehr zu sanieren.“ Foto: Günter Blaszczyk

„Die alten Gebäude sind abgängig, wie wir es nennen. Das bedeutet, dass sie so marode und auch statisch bedenklich sind, dass eine Sanierung keinen Sinn mehr machen würde“, erläuterte Manfred Becker. Aus den 50er Jahren stammen die Gebäude.

Die Brandstiftung vom 9. September habe die Pläne nicht angestoßen, „aber das Feuer und die Schäden haben verdeutlicht, dass hier etwas unternommen werden muss“, so Becker.

Der Komplex mit Umkleiden und Hausmeistertrakt soll abgerissen werden. Parallel dazu könnte gebaut werden. Ideal für den Neubau erscheint den Planern der Platz hinter dem Tor am Eingang der Anlage, der durch einen kleinen Wall und Bäume vom Rasenplatzstadion getrennt ist. Nach aktueller Planung sollen dann Umkleiden für vier statt bisher nur zwei Mannschaften samt Schiedsrichtern entstehen. Spieler, Betreuer und Unparteiischen könnten zudem eine eigen Zufahrt zur Anlage nutzen.

„Es ging auch darum, die Nadelöhr-Situation in Schwansbell zu beseitigen“, erläuterte Manfred Becker. „Aktuell ist es ja so, dass wirklich alle, ob Aktive oder Zuschauer, den kleinen Platz zwischen Umkleiden, Tribüne und Kassenhäuschen überqueren müssen. Das ist nicht ideal.“

Nicht betroffen von den Baumaßnahmen sind übrigens die LSV-Geschäftsstelle samt Restauration, die an der Tribüne angebaut sind. Diese befinden sich im Eigentum des Vereins. Die Geschäftsstelle wurde durch den Brand Anfang September zwar auch erheblich beschädigt, kann von der Substanz her aber erhalten werden.

In den nächsten Wochen soll das Vorhaben in die politischen Gremien kommen. Das zuständige Dezernat von Horst Müller-Baß müsste eine Vorlage für die Politik erarbeiten. Darin müsste dann auch geregelt werden, welche Kosten der LSV und welche die Stadt übernimmt. Dazu laufen in diesen Tagen und Wochen Gespräche.

Bis Ende des Jahres soll über den Neubau beim LSV entschieden werden. Als Bauzeit wird ein Jahr veranschlagt.

Carsten Rüßel

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