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Fußball: „Didi” Tost seit...

„Wir wollen mit dem SuS hoch in die Westfalenliga”

20.02.2010 | 10:00 Uhr
„Wir wollen mit dem SuS hoch in die Westfalenliga”

Kamen. Dietmar Tost ist wieder da. Doch eigentlich war er auch nie so recht weg. Seit Sommer letzten Jahres ist „Didi” wieder Co-Trainer beim SuS Kaiserau.

Nunmehr seit 40 Jahren ist er inzwischen Schwarz-Gelber. „Es gab zwei kurze Pausen aufgrund von Unstimmigkeiten. Man kann sich nicht immer mit jedem verstehen”, weiß der 50-Jährige.

1970 begann er in der Jugend des SuS zu kicken. „Mein älterer Bruder Ralf wollte im Verein spielen. Ich hatte eigentlich nicht so Lust. Doch dann hat Ralf geheult, weil er nicht alleine hingehen wollte und meine Mutter hat mich mit geschickt”, lacht „Didi”. Aus der Jugend schaffte er den Sprung in die „Erste” für die er viele Jahre lang auf Tore- und Punktejagd ging. „Wir hatten Spiele gegen Wickede da kamen 1 700 Zuschauer. Oder beim Kamener SC, da haben wir vor 1 000 Zuschauern im Hemsack gespielt, das war klasse”, erinnert sich der 50-Jährige. Später kickte er noch bei den Alten Herren, ehe ein Muskelabriss seine Laufbahn beendete. „Dann begann mein Sohn Sebastian beim SuS zu kicken”, erinnert sich „Didi” wie er Jugendtrainer wurde. „Die Trainer haben einfach einen Ball ins Getümmel geworfen und die Jungs machen lassen. Da dachte ich mir ‚Das kann's nicht sein'”, so Tost, der dann das Ruder in der Jugend übernahm. Von 1990 bis 1997 coachte er die Junioren. „Dann hatten wir ein Pokalspiel in Bockum-Hövel. Wir lagen zurück und ich bin etwas lauter geworden als sonst. Das passte einigen Eltern nicht”, sagt Tost, der nach einem Disput mit einem Vater sein Amt niederlegte.

"Viele sind ihren Weg

gegangen und spielen

heute höherklassig"

„Das hat mir leid getan, denn schließlich hatte ich die Jungs so lange unter meinen Fittichen. Viele haben ihren Weg gemacht und spielen heute höherklassig”, freut sich Tost. Zwei Jahre lang pausierte der glühende Gladbach-Fan, dann holte Reinhard Behlert ihn zum SuS zurück. Von 2000 bis 2004 coachte er gemeinsam mit „Behle” den SuS in der Bezirks- und Landesliga. Als Behlert dann aufhörte, Norbert Pannek übernahm, aber schon nach einem halben Jahr zurück trat, hoffte „Didi” nun ins erste Glied zu rücken. Doch es kam anders: „Man schlug mir vor mich gleichberechtigt an die Seite von Eike Wowerus zu stellen. Ich sollte es mir überlegen, doch zwei Tage später stand schon in der Zeitung, dass Eike neuer Trainer wäre”, ärgerte sich Tost über dieses Vorgehen und hörte 2005 auf. So wurde es einige Zeit ruhig um „Didi”, der in dieser Zeit viel auf den Sportplätzen der Region unterwegs war. Dann kam der Anruf von Marc Woller: „Didi” sollte zurück kommen, doch er war skeptisch. „Ich bin zehn Jahre älter als Marc und wusste nicht, ob wir auf einer Wellenlänge funken. Aber nach unserem ersten Treffen waren alle Zweifel ausgeräumt”, so Tost.

"Es ist toll meine

Jungs von früher in

der Ersten zu sehen"

Nach Unruhen zu Saisonbeginn, herrscht beim SuS nun Einigkeit. „Wir haben viel Spaß in der Kabine. Außerdem habe ich einige Jungs schon in der Jugend trainiert. Es ist toll sie heute in der Ersten zu sehen”, beschreibt Tost die derzeitige Situation. Die Ziele für die Zukunft sind klar: „Wir wollen in die Westfalenliga. Da fängt für mich das Fußballspielen an.” Einen strengen Zeitplan haben die Kaiserauer nicht: „Wir brauchen Zeit. Es ist ein spannendes Projekt und meine schönste Zeit beim SuS”, so „Didi”, der sich vorstellen kann, irgendwann als Cheftrainer zu arbeiten: „Ich habe ja schon immer eigenständig Mannschaften trainiert. Wenn alles passt, ist es durchaus möglich, dass ich nochmal ins erste Glied rutsche.” Am liebsten wohl beim SuS, denn noch nie war Tost für einen anderen Club aktiv. „Didi” ist eben durch und durch schwarz-gelb. Wahrscheinlich ein Leben lang.

TSK

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