Werder Bremen Sieger beim "Internationalen" von RW Unna
14.02.2010 | 21:00 Uhr 2010-02-14T21:00:00+0100Im Vorjahr siegte der FC Schalke 04, bei der 9. Auflage des Golden-Goal-Cups von Rot-Weiß Unna hieß der Sieger Werder Bremen. Im Finale setzte sich der Nachwuchs des Deutschen Pokalsiegers mit 4:2 gegen den Karlsruher SC durch.
Cupverteidiger Schalke musste im Achtelfinale mit 2:3 vorzeitig die Segel streichen gegen Finalist Karlsruhe. Die Gäste aus der Hansestadt Bremen mussten sich im Turnierverlauf in den Hellwegsporthallen nur einmal geschlagen, Karlsruhe gewann 1:0 in der Vorrunde. Doch im Finale drehte Werder den Spieß um. „Bremen war die beste Mannschaft”, urteilte Andreas Weiß, mit RWU-Jugendleiter Dieter Zorn Cheforganisator der hochkarätigen internationalen Junioren-Fußballveranstaltung U11. Allein sechs Mannschaften der Erstligisten FC Schalke 04, VfL Bochum, Borussia Mönchengladbach, FSV Mainz 05, Werder Bremen und VfL Wolfsburg standen im Teilnehmerfeld, dazu aus der 2. Liga Hansa Rostock, Rot-Weiß Oberhausen, Karlsruher SC, MSV Duisburg, Rot-Weiß Ahlen und Arminia Bielefeld. Aus Holland waren die Erstligisten NEC Nijmwegen, Vitesse Arnheim und VVV Venlo vertreten.
Hier drang allein Arnheim bis ins Viertelfinale vor, Bremen stoppte den Vitesse-Nachwuchs. Dirk John, Vorsitzender Stadtsportverbandes Unna und interessierter Zuschauer, stellte einmal mehr fest, dass „es trotz der bekanntermaßen guten Jugendarbeit in Holland noch kein Verein in Unna ganz nach vorne gebracht hat.” Mit Sparta Rotterdam war eigentlich ein weiterer Club aus Holland gemeldet, „doch die wollten sich die Teilnahme in Unna bezahlen lassen”, klärte der RWU-Cheforganisator dazu auf, „bei uns wird nichts gezahlt. Also blieben sie daheim.” Für Rotterdam sprang kurzfristig Bayer Uerdingen ein. Gut verkauft hat sich die Kreisauswahl Unna/Hamm von Trainer Werner Conrads - sie wurde erst im Viertelfinale von Karlsruhe 3:0 gestoppt.
Dass ein solch hochkarätiges Teilnehmerfeld in Unna überhaupt auflaufen kann, ist allein der Mitarbeit des Dortmunders Stefan Pristovnik zu verdanken. Andreas Weiß von RWU: „Er hat die Drähte zu den Bundesliga-Clubs und sorgt in erster Linie für das Kommen des Nachwuchses.”
Die Tribüne in den Hellwegsporthallen war voll, doch Unnaer Zuschauer machten sich rar, obwohl die U11-Kicker allerbesten Fußball auf dem Hallenparkett zelebrierten. Dirk John konnte die Abstinenz der Unnaer Fußballfans nicht nachvollziehen: „Einen solchen Klassefußball der U11-Junioren sieht man bei vielen Hallenturnieren der Senioren nicht. Und das noch bei freiem Eintritt.” Etwas mehr lokalen Zuspruch erfuhr das Turnier von RWU jedoch am Sonntag, als noch mehr heimische Teams am Ball waren
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