VfL-Kicker müssen laufen lernen
24.08.2010 | 17:24 Uhr 2010-08-24T17:24:00+0200
Bereits heute Abend um 19.30 Uhr beginnt in der Bezirksliga 8 der dritte Spieltag mit der Partie BSV Heeren gegen BSV Schüren. Der BSV steht nach dem 0:4 daheim gegen Körne schon unter Druck. Beim VfL Kamen wird nach der 0:1-Derbypleite gegen den KSV diese Woche im Training gelaufen, während sich die Königsborner über ihren „Auswärtscoup“ freuen und das nächste Derby gegen die HSV vor der Brust haben.
Für Marco Slupek, Coach des BSV Heeren, ist der Gegner BSV Schüren „eine ganz harte Nuss, denn die haben sich unheimlich verstärkt“.
Beim BSV fehlen wohl
Wossidlo und Volkmer
In der Tat hat Schüren vor dieser Saison mächtig in neues Personal investiert, zum Saisonauftakt dann aber 1:3 in Nordkirchen verloren. Am vergangenen Sonntag schlug die Elf von Peter Walter dann aber Phoenix Eving mit 4:2. „Wir sind einmal mehr in der Außenseiterrolle“, weiß Slupek. „Schüren ist ähnlich stark wie Eving und hat hervorragende Einzelspieler. Wir haben unsere Fehler aus dem Körne-Spiel angesprochen und versuchen diese heute abzustellen“, so der BSV-Coach, der auf Wossidlo (Zerrung) und wohl auch Volkmer (Grippe) verzichten muss.
Torsten Lenz, Coach des VfL Kamen, war nach der 0:1-Pleite gegen den Königsborner SV mächtig angefressen. „Das war Standfußball. Wir haben viel zu langsam gespielt und uns nicht bewegt“, ärgerte er sich. In der Tat fiel seinen Mannen nach dem frühen 0:1 der Gäste nicht viel ein. Immer und immer wieder rannten sich die VfLer in der KSV-Abwehr fest. „Fußball ist ein Laufspiel und das müssen die Spieler begreifen. Deshalb werden wir im Training auch laufen, damit sie wieder wissen wie das geht“, so der VfL-Linienchef. Norbert Kaczmarek steht nach seiner Sperre in der nächsten Partie beim FC Nordkirchen wieder zur Verfügung. „Es ist, glaube ich, das alte Problem bei uns. Es scheint eine Kopfsache zu sein“, unkt Lenz.
Der Königsborner SV und sein Coach Markus Laußmann erhielten nach dem durchaus überraschenden Sieg im Jahnstadion Lob von allen Seiten. „Das war taktisch schon sehr gut, was der KSV gespielt hat“, musste auch VfL-Coach Lenz anerkennen. Laußmann selbst wollte seine Taktik gar nicht überbewertet wissen: „Im Prinzip haben wir nur das gemacht, was jeder Außenseiter tut. Wir haben gegen solch spielstarke Teams doch kaum eine andere Möglichkeit als uns auf Konter zu verlegen. Wichtig ist allein, dass uns der Saisonstart gut geglückt ist. Das gibt Selbstvertrauen und Rückenwind“ Am kommenden Sonntag geht es gegen die SV Holzwickede. „Die sind genau so stark wie der VfL, derzeit vielleicht sogar noch besser als die Kamener. Es wird erneut sehr schwer für uns“, weiß Laußmann, der dann wieder mit Ricardo Cafaro planen darf, der aus dem Urlaub zurückkehrt.
Die SV Holzwickede schonte derweil gestern Abend im Pokalspiel in Herringen einige Stammkräfte. So drehten Spielmacher Semir Devoli, Torjäger Magnus Gunnarsson und einige andere Akteure lockere Runden im Montanhydraulikstadion - die Konzentration gilt vielmehr dem nächsten Derby gegen den KSV. Und die haben bekanntlich zuletzt beim VfL Kamen gewonnen.
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