„Unna besitzt größere Zugkraft”
15.02.2010 | 21:45 Uhr 2010-02-15T21:45:00+0100
Unna. Er schaute, plauderte, telefonierte, er war stets präsent in den Hellwegsporthallen. Stefan Pristovnik hatte alles im Griff beim 9. Internationalen E-Juniorenturnier von Rot-Weiß Unna.
Klar, in die direkte Organisation am Veranstaltungstag war er nicht eingebunden, er stand zwar mit Rat und Tat zur Seite, aber die entscheidende Vorarbeit hatte der Dortmunder schon geleistet.
Stefan Pristovnik hatte das 24 Vereine umfassende Teilnehmerfeld zusammengestellt. Immerhin gab sich der Nachwuchs von sechs Erst- und fünf Zweitbundesligisten sowie drei Clubs aus der ersten Liga Hollands ein Stelldichein in den beiden Hellwegsport-hallen. „Diese Hochkaräter kommen gerne nach Unna”, erklärt er, „zum einen hat das E-Junioren-Turnier einen guten Ruf, es ist das zweitgrößte Turnier dieser Art in Deutschenland und es kann in zwei Hallen gekickt werden.” Kriterien, die ziehen. Und so muss er beispielsweise den Bundesligisten diese Veranstaltung nicht besonders schmackhaft machen. Man kennt es eben. Antrittsprämien gibt es nicht, lediglich Fahrtkostenzuschüsse. Auf der Warteliste steht noch eine Vielzahl weiterer Clubs. Eine Konkurrenz-Veranstaltung gibt es derzeit noch in Weil am Rhein. „Aber die haben gemerkt, dass Unna die größere Zugkraft besitzt”, verrät Pristovnik, „die wollen jetzt das Turnier für die U10-Junioren aufziehen.”
Stellt sich die Frage, wie der Dortmunder zu den zweifellos besten Kontakten zu den hochkarätigen Vereinen gekommen ist ? „Das hat sich entwickelt”, erklärte Stefan Pristovnik, „Ausgangspunkt war Unna und von daher auch die Kontakte zu RWU.” Er lebte in einer Partnerschaft und dazu gehörten auch zwei Jungen, zwei talentierte Fußballer. Er trainierte sie, wechselte zu Eintracht Dortmund und dann zum VfL Bochum. Mit den Mannschaften absolvierte er Freundschaftsspiele, das erste gegen Alemannia Aachen. Es folgten Vergleiche gegen den BVB, Schalke und andere Bundesligisten. Er lernte Vereine und Verantwortliche kennen, immer mehr und es entwickelte sich zum Selbstläufer. „Heute”, behauptet er, „kenne ich in jedem großen Verein in Deutschland und Holland die richtigen Ansprechpartner.” Und so ist es auch nicht so schwer, sie für Turniere zu verpflichten.
"Was ich sage,
das wird auch
gemacht."
Zwei, drei Bundesligisten sind seiner Meinung für ein Turnier zu wenig, es müssen mindestens zwei Sechser-Gruppen sein, ideal wie in Unna gleich vier Sechser-Gruppen. „Den Rot-Weißen bescheinigt er „gute Partner“ zu sein, „es ist ein gutes Arbeiten.“ Er stellte aber auch unmissverständlich klar, dass „was ich sage, das auch gemacht wird. Über Kleinigkeiten kann man reden.”
Nach dem Turnier natürlich großes Aufatmen. Bei Rot-Weiß Unna und auch bei Stefan Pristovnik. Alles hat geklappt, wiederum ein gelungenes Turnier. Die teilnehmenden Clubs waren zufrieden, lediglich mehr Publikumszuspruch hätte man sich gewünscht. Für das nächste, die 10. Auflage, macht sich der Dortmunder auch schon wieder Gedanken. „Steigerungspotenzial gibt es kaum noch”, meint er, „vielleicht können wir ja mal ein englisches Team verpflichten?"
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