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Silvesterlauf 2012

Sven Serke erreicht seine Ziele im Silvesterlauf Werl/Soest

01.01.2013 | 15:07 Uhr
Sven Serke erreicht seine Ziele im Silvesterlauf Werl/Soest
Sven Serke von den Lauffreunden Bönen wurde beim diesjährigen Silvesterlauf Werl - Soest Gesamtsechster und Erster in der AK 35.Foto: Peter Middel

Zehn Grad, trockenes Wetter und ein leichter Rückenwind- bessere Laufbedingungen hätten sich die 5300 Läufer und Walker beim 31. Internationalen Silvesterlauf von Werl nach Soest über 15km nicht wünschen können.

Sven Serke (Lauffreunde Bönen) hatte sein Training nicht auf speziell diesen Lauf ausgerichtet und war daher tags zuvor noch einige Kilometer gejoggt. Dennoch erkämpfte sich der 35-jährige Ausdauerspezialist in dem Mammutfeld einen hoch einzustufenden sechsten Rang in ausgezeichneten 49:58 Minuten und siegte gleichzeitig in der Klasse M 35.

„Meine Ziele waren, unter die ersten Zehn und unter 50 Minuten zu kommen. Beides habe ich geschafft. Damit bin ich hochzufrieden,“ befand der ehrgeizige Langstreckler der Lauffreunde Bönen. Und er fügte hinzu: „Der Silvesterlauf ist aufgrund seiner einzigartigen Stimmung entlang der Bundesstraße 1 für alle Beteiligten zum Jahreswechsel immer ein tolles Erlebnis. Allerdings habe ich mich nicht speziell darauf konzentriert.“ Sven Serkes Hauptaugenmerk gilt dem Paderborner Osterlauf am 30. März, bei dem er erstmalig auf der Halb-Marathon-Distanz unter 1:10 Stunden bleiben möchte.

Der Bönener will nämlich in Zukunft mehr seine Leistungsmöglichkeiten auf den längeren Strecken ausloten. 2012 schaffte er bei seinem Marathon-Debüt in Köln auf Anhieb viel versprechende 2:39:33 Stunden. „Da steckt noch einiges drin,“ glaubt der Marathon-Novize.

An Deutschlands größtem Silvesterlauf von Werl nach Soest hatte Sven Serke zuvor dreimal teilgenommen. Seine beste Zeit erzielte er 2010, als er bei Eisregen in respektablen 49:11 Minuten den Soester Marktplatz erreichte. 2011 konnte er wegen hartnäckiger Achillessehnenbeschwerden nur am Silvesterlauf in Unna, der keinen Wettkampfcharakter hat, teilnehmen.

Zukünftig längere Strecken

Mit seinen Fersen-Problemen musste er sich lange Zeit herumquälen. „Ich habe mehrere Sachen versucht. Letztlich half nur, rigoros mit dem Laufen zu pausieren. Alternativ bin ich dann viel Fahrrad gefahren und habe mich, als die Schmerzen nachließen, behutsam wieder aufgebaut,“ berichtet Sven Serke.

Der zweifache Familienvater- seine Kinder sind vier und zwei Jahre alt- ist ein Ausbund an Ausdauer und Willensstärke. Meist beginnt er zwischen 20.15 und 20.30 Uhr mit dem Laufen, wenn andere schon auf dem Sofa liegen und sich von den Strapazen des Alltags erholen. „Ich fange so spät an, weil die Kinder wissen sollen, dass sie auch noch einen Papa haben,“ betont der Gebietsverkaufsleiter für Sicherheitsschuhe, der beruflich sehr viel unterwegs ist. Dennoch schafft er es, in der Woche zwischen 110km und 120km im Training herunterzuspulen.

Fast schon ein Stammgast bei „Werl/Soest“ ist Harald Hein (LG Lust am Laufen Unna), der in der Klasse M 50 in starken 58:21 Minuten dominierte. Eine Klasse-Leistung bot auch Ulf Kasischke (LF Bönen), der in der AK M 70 den Lauf als Zweiter in 1:14:30 Stunden beendete. Recht eilig hatte es zum Jahresabschluss auch Volker Greis (LT Unna), der in der Klasse M 40 als Siebter (54:53 Min.) gefiel. Bei den Damen erfreute vor allem Karin Freitag (LF Bönen) als Vierte in der Klasse W 60 mit 1:24:22 Stunden.

Peter Middel

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