Startverzicht in letzter Sekunde
14.04.2010 | 16:26 Uhr 2010-04-14T16:26:00+0200Dominic Lammert sagte in Valencia auch das zweite Saisonrennen zum FIM Superstock 1000 Weltcup ab. Die BMW-Nachwuchshoffnung aus Holzwickede hat noch zu wenig Power im rechten Arm, um eine komplette Distanz durchzuhalten.
Der 22-jährige war am 8. März nach einem Speichenbruch operiert worden. Dennoch ist er weiterhin hoch motiviert. Im Training war er trotz des lädierten Arms in die Top Ten seiner Klasse gefahren. Das freie Training überstand Lammert noch problemlos, doch in der ersten gezeiteten Session schwoll der schmerzende Arm wie schon beim Auftakt in Portimao stark an. Ungeachtet dessen erreichte der einzige Deutsche die sechstschnellste Zeit im hochkarätig besetzten Feld.
Der Weltcup gilt als Sprungbrett in die Superbike-Weltmeisterschaft. Anschließend schlug Lammert jedoch direkt den Weg zum Clinica Mobile an der Strecke ein und unterzog seinen Arm einer Laserbehandlung. Im zweiten Zeittraining nahmen die Schmerzen allerdings noch zu und er musste vorzeitig aufhören. Die Hoffnung auf eine Linderung über Nacht erfüllte sich nicht.
Beim nächsten Lauf in
Assen will er punkten
Statt dessen reagierte der Arm bei jeder Bewegung instabil. Trotzdem wagte Lammert den Versuch und fuhr mit der BMW S1000 RR das warm up, „doch weil mir die Hand dabei mehrmals über den Lenkerstummel abgeknickt ist und ich unkontrolliert geradeaus gefahren bin, habe ich das nicht lange riskiert." Die Rennärzte rieten ihm dringend von einem Cup-Start ab.
Einen Lichtblick gab es für den ehrgeizigen Sportler in Valencia dennoch: „Ich habe gesehen, dass ich sogar mit meiner Verletzung Spitzenzeiten fahren konnte. Das ist meine Motivation, um weiter schnell an meiner Genesung zu arbeiten." Beim nächsten Lauf in Assen (NL) am 25. April will Lammert punkten.
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