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SSV geht mit offenem Visier in das Derby

26.03.2010 | 19:00 Uhr

„Uns helfen nur noch Siege”, sagt Dirk Eitzert, Spielertrainer des SSV Mühlhausen-Uelzen, vor dem morgigen Derby gegen den ASC Dortmund. Doch die Unnaer haben vor dem wichtigen Heimspiel personelle Probleme, während die Gäste am Mühlbach ganz befreit aufspielen können.

Bei den Dortmundern hieß es in dieser Saison bislang immer nur „Hopp oder Top”, denn die Elf von Coach Andres Przybilla hat in der laufenden Saison noch kein einziges Mal unentschieden gespielt. Zehn Siege stehen zehn Niederlagen gegenüber, mit 30 Punkten steht der ASC jenseits von Gut und böse auf Platz sechs. Ganz anders sieht es beim SSV aus: Die Mühlhausener sind Vorletzter und haben schon acht Zähler Rückstand auf das rettende Ufer. Die Chancen auf den Klassenerhalt schwinden.

„Wir müssen die Flucht nach vorne antreten”, weiß „Eitzi”, dass es keine andere taktische Ausrichtung als eine enorm offensive geben kann. „Wir werden mit hohem Risiko und offenem Visier auf Sieg spielen”, kündigt der Ex-Profi an. Dass Kapitän Lars Raffenberg (Zerrung) ebenso ausfällt wie Ahmet Aktas (muskuläre Probleme), macht die Aufgabe nicht einfacher. Zudem fehlt Than-Tan Tran (Muskelfaserriss) und Patrick Szymaniak hat Probleme mit seiner Hüfte.

"Ich habe Wut im Bauch und will unbedingt gewinnen"

Spielertrainer Eitzert fordert von seinen Mannen im Derby eine „gesunde Aggressivität”: „Wenn ich unten drin stehe, muss ich mich da rauskämpfen. Ich habe noch nie gesehen oder gehört, dass ein Team sich aus dem Tabellenkeller rausgespielt hat”, sagt Eitzert, der „eine Menge Wut im Bauch” hat und „unbedingt gewinnen” will. Vor den Dortmundern hat „Eitzi” gehörigen Respekt. „Woidtke oder Lorenz sind schon richtig gute Spieler”, weiß der Ex-Profi.

Bald könnte bei den Dortmundern ein weiterer Hochkaräter hinzukommen: Wie unter der Woche bekannt wurde soll Daniel Diaz, zuletzt bei NRW-Ligist Westfalia Herne und zuvor für Wattenscheid 09 am Ball, nächste Saison für die Elf von Andreas Pryzibilla auflaufen. Ein Transfer, von dem die Verantwortlichen beim SSV dieser Tage nur träumen dürfen.

Sebastian Krug

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