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Sonntagsspiele der 1. Bundesliga: Boykott trifft die Sportler, nicht die DFL

01.02.2009 | 01:29 Uhr

Hohe Wellen schlagen die Sonntagsspiele der 1. Bundesliga bei den Vertretern der Amateurvereine des westfälischen Verbandsgebietes.

Einige Vereine planen, den ersten Spieltag der Rückrunde zu boykottieren, um auf die möglichen Probleme – Zuschauerschwund und weniger Einnahmen - aufmerksam zu machen. Deshalb bat DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher die jeweiligen Kreisvorsitzenden am Freitagnachmittag zu einem Vermittlungsgespräch in das Sport-Centrum Kamen-Kaiserau.

Der Einladung des FLVW-Präsidenten folgten Volker Rabiega (Kreiskassierer Hagen), Jürgen Grondziewski (Kreisvorsitzender Dortmund), Ulrich Jeromin (KV Bochum), Hans-Otto Matthey (KV Recklinghausen), Reinhold Spohn (KV Herne), Horst Weischenberg (KV Unna/Hamm) und Manfred Wichmann (KV Gelsenkirchen). Seitens des Verbandes komplettierten der Vizepräsident Fußball des FLVW Siegfried Hirche und Direktor Carsten Jaksch-Nink sowie Benno Ittermann, allerdings als Vertreter des Kreises Iserlohn, die Runde.

Das Gesprächsklima war sehr offen. Es herrschte Einigkeit, dass eine für alle verträgliche Lösung gefunden werden muss. Dennoch zeigte sich einmal mehr die Ohnmacht der Amateure gegenüber der Deutschen Fußball-Liga (DFL), deren Entscheidungen der Verband kaum beeinflussen kann. Kampflos wollen sich die Amateure jedoch nicht den neuen Rahmenbedingungen fügen. Korfmacher machte deutlich, dass es nichts bringe, „den Kopf in den Sand zu stecken. Wir müssen gemeinsam Lösungen finden.“

Übereinstimmend formulierten die Gesprächsteilnehmer folgende Erklärung:

1. Alle Gesprächsteilnehmer äußerten ihren Unmut über die Ansetzung eines Sonntagsspieles um 15.30 Uhr.

2. Der FLVW hat als Institution zu keiner Zeit der geplanten neuen Anstoßzeit (15.30 Uhr) oder generell einem dritten Sonntagsspiel zugestimmt. Dazu hat dieser auch überhaupt keine Befugnisse. Die Entscheidungshoheit liegt allein bei der DFL.

3. Der FLVW ist sich seiner Verantwortung den Vereinen gegenüber bewusst und wird diese auch wahrnehmen. Deshalb bietet der FLVW den Sprechern der Vereine ein Gespräch an, um eine gemeinsame Vorgehensweise im Sinne aller Vereine abzustimmen.

4. Es ist allen Beteiligten klar, dass ein Boykott die Falschen treffen würde, nicht die DFL, sondern die Spielerinnen und Spieler der Amateurklubs, die so zum Spielball sportpolitischer Auseinandersetzungen würden. Ferner lassen die Spielordnung des FLVW sowie die sportrechtlichen Rahmenbedingungen dem Verband keinen Spielraum. Ein Boykott müsste sportrechtlich verfolgt werden.

Damit es gar nicht so weit kommt, appellieren die Teilnehmer das Gesprächsangebot anzunehmen. Korfmacher ist sich sicher, „dass der Amateurfußball stark genug ist, um auch mit dieser Situation fertig zu werden.

C. Adenauer

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Kommentare
02.02.2009
08:46
Sonntagsspiele der 1. Bundesliga: Boykott trifft die Sportler, nicht die DFL
von Gerd Schürmann | #1

Was heißt hier gemeinsam eine Lösung anstreben? ..oder heißt das nicht etwa, ihr habt die Vorschläge der DFL zu akzeptieren. Anscheinend haben die Herren wohl vergessen, wie sie dahin gekommen sind! Man könnte dabei auch an Machtmissbrauch denken! Wenn dieses hier hört es geht um Kohle, Kohle und noch einmal um Kohle! ...und dabei soll doch die Kohleförderung eingestellt werden. Spaß beiseite! So geht der Fussball kaputt

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