Sönmez macht nur zwei rein
05.09.2010 | 18:55 Uhr 2010-09-05T18:55:00+0200SSV Mühlhausen-Uelzen - SSV Meschede 3:1 (2:1). Eine alte Fußballer-Weisheit sagt, wenn du vorne die Chancen nicht weg machst, dann rächt sich das. Zum Glück für den SSV kam es nicht so. 3:1 gewonnen, aber es hätte auch gut und gerne 5:1 oder 6:1 heißen können.
Drei Treffer, die reichten zum Dreier am Mühlbach gegen einen SSV Meschede, der ganz stark begann und den SSV mit seiner anfänglichen Offensive überraschte. Bereits nach fünf Minuten musste SSV-Schlussmann David Sobral die Lederkugel aus dem Netz holen.
Der agile SSV-Stürmer Bilal Yavuz hatte getroffen. Sofort änderte SSV-Trainer Dirk Eitzert sein System. Er hatte sich zuvor Informationen vom sonntäglichen Gegner Meschede eingeholt, erwartete ein 4,4,2-Spielystem. Doch sein Mescheder Trainerkollege Rafael Bremer ließ 3,5,2 spielen. Das verwirrte anfänglich. Doch Eitzert stellte schnell um, indem er das breit gefächerte Mittelfeld der Gäste zudecke. Die Folge, der gastgebende SSV kam besser ins Spiel, drängte Meschede zurück. Bereits in der 12. Minute gelang Torjäger Ömer Sönmez per Freistoß der 1:1-Ausgleich.
Nur zwei Minuten später durfte der SSV erneut jubeln: Mühlhausen kommt schnell durch das Mittelfeld, ein genauer Pass auf Pierre Szymaniak, der läuft und läuft, sieht neben sich den besser postierten Sönmez, spielt ihn kurz an - und der hat keine Mühe das 2:1 zu markieren. Ein wunderschöner Angriff.
Rot für Piere Krause
äußerst fragwürdig
Danach brachen fast alle Dämme bei Meschede. Allein Sönmez hätte zwei weitere Tore folgen lassen müssen: In der 21. Minute will er alleinstehend vor dem Mescheder Tor den Torhüter noch ausspielen, zögert zu lange und vertändelt. Vier Minuten später wird er mit einem langen Pass auf die Reise geschickt, läuft allein auf das gegnerische Tor zu, versucht einen Heber - und hebt den Ball über das Tor.
Eine Minute in Durchgang zwei waren gerade gespielt, da hätte Piere Krause sich in die Torschützenliste eintragen können, steht frei vor dem Tor, wartet aber zu lange mit dem Torschuss. Dirk Eitert poltert an der Seitenlinie. „Mensch Jungs“, schreit er, „macht die Dinger endlich weg.“ Aber Sönmez scheint das nicht gehört zu haben, lässt eine weitere dicke Torchance aus (54.) wie auch Ahmed Keske (58.).
Besser macht es dann endlich Lars Raffenberg, der eine schöne Kombination mit Keske zum 3:1 abschließt (62.). Dann eine fragwürdige Rote Karte für Pierre Krause für ein Allerweltsfoul, aber auch Meschede dezimiert sich nach einer Notbremse.
22:06
Das Schiedsrichter-Gespann war der Oberknaller. Sowas schlechtes hab ich noch nie gesehen.
Hut ab SSV vor eurer Leistung. Aber nächste Woche in Davensberg muss die Chancenauswertung besser werden. Die werden nicht so viel zulassen wie Meschede.