Sarah Weyand wieder eine Bärin
23.09.2011 | 18:00 Uhr 2011-09-23T18:00:00+0200
Drei Tage intensive Trainingsarbeit. Ein hartes Wochenende haben die Spielerinnen des EC Bergkamen absolviert. Von Freitagmittag bis Sonntagabend absolvierten die Bärinnen Trainingseinheiten im beschaulichen Braunlage. Auf dem Plan der Trainer Robert Bruns und Arno Deutsch standen dabei insgesamt vier Trainingseinheiten auf dem Eis und einige theoretische Einheiten an.
„Am Freitag waren wir noch etwas dünn besetzt. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit allen vier Trainingseinheiten“ so Bruns. „Ich hätte zwar gerne noch ein oder zwei Trainingseinheiten mehr gehabt, aber man konnte bei den Einheiten schon eine Steigerung erkennen“, seine Erkenntnisse.
Am Rande des Trainingslagers stellten die Verantwortlichen auch die Neuzugänge dieser Saison vor. Aus der zweiten Bundesliga kommen Nina Korf von den Hannover Indians sowie Kira Kanders von den Moskitos Essen. Aber der ECB konnte auch drei Spielerinnen aus der ersten Bundesliga verpflichten: Vom EKU Mannheim kommt Michelle Grünewald an den Häupenweg und auch die italienische Nationalspielerin Sabina Florian, ehemals SC Garmisch-Partenkirchen, wird in der kommenden Saison das Trikot der Bärinnen tragen (wir berichteten).
Der prominenteste Neuzugang ist aber wohl Sarah Weyand vom OSC Berlin. Die Ex-Bärin und aktuelle deutsche Nationalspielerin hat den Weg zurück zu ihrer alten Wirkungsstätte gefunden. „Ich freue mich darüber, dass wir unseren gewachsenen Kader noch um weitere Alternativen erweitern und eventuelle Ausfälle damit besser auffangen können.“ sagte Bruns. Den Wechsel von Weyand von Berlin zurück nach Bergkamen fädelte Bundestrainer Peter Kathan ein.
Meike Zöpnek dagegen will in der kommenden Saison kürzer treten, hat dem Verein jedoch zugesichert, dass sie immer wenn es ihr möglich ist und sie gebraucht wird, sie der Mannschaft zur Verfügung stehen will. Zöpnek wird in der nächsten Saison berufsbedingt kürzer treten müssen. „Dass Meike sich in der nächsten Zeit mehr ihrer beruflichen Zukunft widmet, verstehen wir natürlich. Schließlich kann man mit Dameneishockey kein Geld verdienen. Aber wir bedauern es sehr, nicht nur auf dem Eis ist sie eine Bereicherung für die Mannschaft“, weiß die Vorsitzende Ilona Pollmer. „Vielleicht findet sie ja das ein oder andere Mal den Weg nach Bergkamen, um sich ein Spiel des ECB anzusehen.“
Am heutigen Samstag bestreiten die Bärinnen ihr erstes Match, nachdem das für Anfang des Monats geplante Spiel gegen Esslingen abgesagt werden musste. Gegner wird dann der Rekordmeister, der OSC Berlin sein. Der OSC ist bereits in die Saison eingestiegen, im Spiel des EWHL-Supersups gegen den amtierenden Deutschen Meister ESC Planegg/Würmtal gab es allerdings eine 0:8-Klatsche. Die Partie findet heute um 19.30 Uhr in Hannover statt.
In dieser Partie können die Trainer bis auf Michelle Lübbert, Rebecca Graeve, Jenny Wieser und Valerie Offermann auf den gesamten Kader, inklusive der Neuzugänge zurückgreifen.
Das Trainergespann nimmt diesen Test äußerst ernst, ist es doch eine gute Generalprobe für das nächste Wochenende, da steigen die Bärinnen nämlich mit einem Doppelspieltag gegen den ECDC Memmingen am heimischen Häupenweg in die Saison ein.
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