Pohl sagt adieu – Rode kommt
24.01.2012 | 21:50 Uhr 2012-01-24T21:50:00+0100
Bei der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Trainer Christof „Curry“ Reichenberger ist der HC TuRa Bergkamen fündig geworden. Jörg Rode hat in der kommenden Saison das Sagen beim Handball-Oberligisten.
Bei der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Trainer Christof „Curry“ Reichenberger ist der HC TuRa Bergkamen fündig geworden. Der schon in jungen Jahren („Ich habe mit elf Jahren bei TuRa Bergkamen mit dem Handball angefangen“) für den HCT aktive Jörg „Jonny“ Rode hat nach Ablauf dieser Saison das Kommando beim Handball-Oberligisten.
Am Dienstag, 24. Januar, gaben sowohl Manfred Turk, Sportlicher Leiter des HC TuRa Bergkamen, und der neue Trainer ihre Entscheidung bekannt. Der 46-jährige Rode ist zur Zeit noch Trainer der A-Jugend des Leistungszentrums in Ahlen. Vorher war er vier Jahre beim damaligen Regionalligisten VfL Eintracht Hagen sowohl als Co- als auch als hauptverantwortlicher Trainer tätig, nachdem er als Coach der HSE Hamm aufgehört hatte. „Mit dem Traineramt in Bergkamen schließt sich der Kreis“, so der B-Lizenz-Inhaber, der in Bergkamen-Rünthe wohnt. Er geht davon aus, dass das nach 17 Jahren die letzte Trainerstation sein wird. „Ich habe mich natürlich über den Anruf vom HC TuRa gefreut, denn es ist schließlich mein Heimatverein“, gibt Rode zu. Neben der räumlichen Nähe zu seiner neuen sportlichen Heimat findet er „das Konzept gut“, das ihm der Verein vorgelegt hat. „Die versuchen junge Leute aus dem eigenen Verein aufzubauen, was ich sehr wichtig finde. TuRa hat immer eine gute Jugend und wenn man es schafft, da ein, zwei Leute zu integrieren, das wäre natürlich fantastisch.“ Seine neue Mannschaft kennt er noch nicht, da auch noch nicht feststeht, wer genau geht und bleibt.
„Das ist ein bisschen kaltes Wasser für mich. Ich muss mir die Mannschaft jetzt mal ansehen, da ich das lange nicht mehr getan habe. Ich habe keine Ahnung, was Reichenberger da aufgebaut hat. Er hat auf jeden Fall einen guten Job gemacht“, lobt Rode seinen Vorgänger.
Einen spektakulären Wechsel innerhalb der Bergkamener Handballszene muss er schon mit ansehen. Am selben Abend verkündete Sebastian „Kalle“ Pohl seinen Mannschaftskameraden vom HC TuRa, dass er in der kommenden Saison nicht mehr für die Rot-Weißen auflaufen wird. Der 26-Jährige wechselt vom Oberligisten zurück zum Landesligisten SuS Oberaden. Insgesamt spielte der Rückraum-Allrounder drei Jahre für den Lokalrivalen am Friedrichsberg. In Oberaden wird er auf seiner angestammten Position im Rückraum auflaufen. „Ich wechsele hauptsächlich aus beruflichen Gründen“, begründet Pohl seine Entscheidung. „Ich denke, dass wir in Oberaden eine gute Truppe haben, um nächste Saison eventuell den Aufstieg in die Verbandsliga zu schaffen.“
„Das kann man ihm nicht übel nehmen, denn der Beruf geht vor, wir müssen sehen, wie man die Lücke, die er reißt, schließt“, hat Rode Verständnis für den Schritt.
Den TuRanern auf jeden Fall erhalten bleiben weitere Leistungsträger. Am Dienstagabend gaben sowohl Kapitän „Alex“ Katsigiannis, der schon in Hagen vier Jahre mit dem neuen Trainer zusammen arbeitete, und auch der von mehreren Vereinen umworbene Rückraum-Shooter Tobias Weßeling ihre Zusage für die kommende Saison, wie Turk am gestrigen Abend offiziell mitteilte.
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