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Leichtathletik

Michael Ruhe siegt in seiner neuen Heimat

13.01.2013 | 18:14 Uhr
Michael Ruhe siegt in seiner neuen Heimat
Bei strahlendem Sonnenschein und Minustemperaturen gingen auch in diesem Jahr 628 Läufer bei „Rund um Flierich“ auf die Strecke. Sieger über die zehn Kilometer-Distanz wurde Michael Ruhe (links mit roter Mütze). der sich in einer Zeit von 33:24 Minuten den Tagessieg sicherteFoto: Peter Thiemann

Nach einem anstrengenden Rennen ließ sich Michael Ruhe, Sieger des zehn Kilometer-Klassikers „Rund um Flierich“, erst einmal von den anwesenden Physiotherapeuten durchkneten. „Ein super Service, das tut nach der Belastung richtig gut“, betonte der für die LG Dortmund startende Athlet. Ruhe, der nach Bönen verzogen ist, nachdem er 17 Jahre in Spanien lebte, legte vom Start weg ein hohes Tempo vor. Der einzige Läufer, der auf der hügeligen Laufstrecke dem standhalten konnte, war Nikki Johnstone.

Nach sechs Kilometern schließlich setzte sich Ruhe in einer Bergab-Passage langsam vom Kölner Johnstone ab. „Mein Kopf sagte mir “bleib dran, bleib dran“, aber meine Beine waren da anderer Meinung. Ich hab ihn immer vor mir gesehen, aber da war nichts zu machen“, erzählte der aus Schottland stammende 28-jähriges Lehrer lachend. Johnstone war bereits am Samstag bei einem 10-Kilometerlauf in Duisburg gestartet. „Die Belastung vom Vortag hat man schon noch gespürt, mit dem Resultat bin ich aber trotzdem völlig zufrieden. Michael ist ein tolles Rennen gelaufen und hat völlig verdient gewonnen“, so Johnstone. Den knappen Vorsprung hielt Sieger Ruhe bis ins Ziel. Am Ende stand eine Zeit von 33:24 Minuten zu Buche. Vom Streckenrekord war in diesem Jahr nicht zu träumen, nachdem der afrikanische Spitzenläufer Dam-te Kaushu Taye im letzten Jahr mit 29:35 Minuten eine wohl für viele Jahre bestehende Bestzeit aufstellte.

Für den Bönener-Sieger Ruhe war es jedoch eine schöne Erfahrung, in seinem neuen Wohnort zu gewinnen. Mit seiner Trainingsgruppe will er nun weiter seine Leistung steigern, im März geht es für den Athleten ins Trainingslager nach Italien. „Ich trainiere derzeit elf bis zwölf Mal pro Woche, das ist echter Leistungssport. Die Strecke hier kommt mir sehr entgegen, die leichten Anstiege sind trotz meiner Größe gut zu laufen für mich“, verriet Ruhe.

Für Aufsehen sorgte ebenfalls der drittplatzierte in der Gesamtwertung. Mit erst 18 Jahren ließ Nils Reckemeier arrivierte Läufer hinter sich und sicherte sich neben dem Platz auf dem Podest mit Abstand den Sieg in der U-20 Altersklassenwertung.

Minusgrade machen zu schaffen

In der Damenkonkurrenz siegte Uta Doyscher-Lutz von der LT Bittermark Dortmund unangefochten mit einer Zeit von 38:35 Minuten. „Mir hat der Lauf unheimlich viel Spaß gemacht. Die Unterstützung der Zuschauer an der Strecke treibt einen richtig an, das hat mich sehr gefreut“, lobte Doyscher-Lutz die Bönener. Für sie war es erst der zweite Start bei „Rund um Flierich“, im nächsten Jahr will sie auch wieder dabei sein. Zweitplatzierte bei den Damen wurde Isabel Hafenmayer von der LG Schwerte, die mit einer Zeit von 40:53 Minuten ins Ziel kam.

Insgesamt stellten sich in diesem Jahr wieder rund 630 Läuferinnen und Läufer der anspruchsvollen Strecke, bei Minusgraden waren Mützen, Handschuhe und Pullover im Starterfeld zu erkennen. „Ich persönlich mag es lieber bei etwas wärmeren Temperaturen, aber nach ein paar Minuten sind die Muskeln warm“, stellte Sieger Ruhe fest, auch der Zweitplatzierte Nikki Johnstone hatte mit der Kälte zu kämpfen. „Meine Hände waren total durchgefroren. Ich habe versucht sie mit meinem Atem aufzuwärmen, aber das hat ganz schön lange gedauert.“

In Abwesenheit von Lokalmatador Sven Serke (erkrankt) holte Marcus Voß als Vierter das beste Ergebnis für die gastgebenden Lauffreunde Bönen. Vorsitzender Jochen von Glahn zog ein positives Fazit. „Es hat alles super geklappt. Wir freuen uns über neue Gesichter wie Nikk und Michael.“

Jannick Niessner



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