Lebenslange Sperre für Spielertrainer nach Massenschlägerei
10.09.2009 | 12:13 Uhr 2009-09-10T12:13:00+0200
Hamm. 60 Personen mischten bei der Massenschlägerei der Fußball-Kreisliga C-Partie TSC Hamm V - Kamener SC II mit. Dabei wurden einige Beteiligte teils erheblich verletzt. Jetzt fällte die Kreisspruchkammer Unna/Hamm ein hartes Urteil: Spielertrainer Tursun wird als Initiator lebenslang gesperrt.
Der Spielertrainer des TSC Hamm V Hasan Tursun ist als Spieler und als Funktionär auf Dauer gesperrt. Er galt als der Initiator der Massenschlägerei mit 60 Beteiligten und des Spielabbruchs in der Fußball-Kreisliga C-Partie TSC Hamm V - Kamener SC II am 23. August im Hammer Unionstadion.
Die Kreisspruchkammer Unna/Hamm unter dem Vorsitz des Kamener Vorsitzenden Eberhard Petri verhängte aber noch weitere Strafen: Der zweite TSC-Hauptbeschuldigte Selahattin Ceran wurde ebenso der Tätlichkeit für schuldig befunden und darf sechs Monate kein Fußball spielen.
Weitere Sperren
Aber auch zwei Kicker des Kamener SC kamen nicht ungeschoren davon: Sahin Basyigit wie auch Hasan Al Kadi wurden je für ein halbes Jahr sportlich „aus dem Verkehr gezogen” - ihnen wurden ebenfalls nach Ansicht der Kammer Tätlichkeiten und sexuelle Beleidigungen vorgeworfen. Darüber hinaus müssen sowohl der TSC (200 Euro) wie auch der KSC (100 Euro) Geldstrafen bezahlen.
In der Beweisaufnahme stellte sich auch gleich heraus, dass Hasan Tursun nach seinem Platzverweis wieder auf das Spielfeld gelaufen ist und KSC-Spieler tätlich angegriffen habe. Unterstellt wurde, dass die beiden KSC-Spieler zuvor durch verbale und beleidigende Entgleisunungen provoziert haben sollen.
Ausraster während der Verhandlung
Nachdem Tursun - er rastete auch bei der KSK-Sitzung aus und soll einen anwesenden Gast bespuckt haben - wieder auf das Spielfeld gestürmt war, entwickelte sich in der 80. Minute der Partie eine Massenschlägerei, an der sich rund 60 Personen beider Clubs beteiligt haben sollen. Dabei kam es zum Teil zu erheblichen Verletzungen von Spielern und Zuschauern.
Wer allerdings mit der Linienrichterfahne geschlagen haben soll, das blieb ungeklärt. Der zweite Hammer Hauptbeschuldigte Ceran war der Verhandlung fern geblieben, wie auch einige andere Zeugen. Kreisvorsitzender Horst Weischenberg war mit den verkündeten Urteilen weitgehend zufrieden. Er hatte schon im Vorfeld harte Strafen gefordert wie auch die beteiligten Vereine TSC Hamm sowie Kamener SC. Nach der Urteilsverkündung sorgte die Polizei für einen störungsfreien Abgang aller Beteiligten.