Laube steigt aus dem Ring
24.01.2012 | 13:36 Uhr 2012-01-24T13:36:00+0100
Die Entscheidung von Hans-Dieter Laube steht fest: Er will nicht mehr ständig in den Ring steigen. Der Multi-Funktionär schraubt sein Engagement beim Kamener Box-Sport-Club spürbar zurück.
Das Kreuz zwickt. Mit fast 74 Jahren durchaus nicht ungewöhnlich. Die Entscheidung von Hans-Dieter Laube steht fest: Er will nicht mehr ständig in den Ring steigen. Der Multi-Funktionär schraubt sein Engagement beim Kamener Box-Sport-Club spürbar zurück. Eine erste Maßnahme: Kickbox-Weltmeister Senol Cetin wird neuer Cheftrainer.
Zuletzt war Laube, der in Breslau geboren wurde und 1953 auf der Kamener Zeche „Monopol“ eine Bergmanns-Lehre begann, auf allen Ebenen im BSC gefordert: als Vorsitzender, als Geschäftsführer, als Sportwart und auch als Trainer. „Aus dem Trainingsbetrieb habe ich mich zurückgezogen. Im April werde ich 74 Jahre“, sagte Laube, der die ersten Schritte für eine stabile Zukunft der insgesamt 44 Mitglieder eingeleitet hat.
Zwar bleibt Laube weiterhin Vorsitzender des Kamener BSC, doch hat er jetzt tatkräftige Unterstützung. Neuer Geschäftsführer ist Frank Beem, als Sportwart fungiert künftig Bruno Mattokat, der zusammen mit Cetin für das Training und den sportlichen Bereich verantwortlich ist. Soweit ist Laube mit den Lösungen zufrieden. „Doch ich hoffe, dass es auch irgendwann einen Nachfolger für mich geben wird. Ich lebe ja nicht ewig“, führte er nachdenklich aus.
Entspannt in den Urlaub zu fahren, sei, so Laube, in den letzten Jahren fast nicht möglich gewesen. „Irgendetwas passiert immer, wenn ich unterwegs bin“, weiß Laube aus Erfahrung. Dann ist sein Wissen und seine Hilfe gefragt, damit alles wieder in geordneten Bahnen verläuft. Laube war im Jahre 1985 Mitbegründer des Kamener BSC. In den Jahren zuvor war er bei den Amateurboxern aus Weddinghofen und Rünthe tätig.
Zurück zu den sportlichen Wurzeln
Mit der Zusage bei den Kamenern kehrt Cetin, der in Bönen zu Hause ist, zurück zu seinen sportlichen Wurzeln. Der ehemalige Kickbox-Weltmeistergürtel im Halbschwergewicht trainierte Mitte der 80er Jahre unter der Regie von Dieter Laube. Und dies durchaus erfolgreich: Über 60 Kämpfe als Amateurboxer im Mittel- und Halbschwergewicht absolvierte Cetin. Dreimal wurde er Westfalenmeister.
Doch Cetin war nicht der einzige namhafte Boxer in den Reihen der Kamener. So gewann Thorsten Kohlhage im Fliegengewicht den Deutschen Vizemeistertitel, Uwe Radau gewann dreimal die Westfalenmeisterschaft und stand unter anderem im Finale der Westdeutscher Meisterschaft. Die Trainingsarbeit in den erfolgreichen 90er Jahren blühte auf, nachdem sich Bernd Fischer aus der ehemaligen DDR dem Kamener BSC angeschlossen hatte. Fischer trainierte unter anderem einst Axel Schulz als Jugendlichen.
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