Lammert Richtung Spitze vorgerückt
20.06.2007 | 09:15 Uhr 2007-06-20T09:15:09+0200Mit diesem Ergebnis hatte Dominic Lammert nicht gerechnet: Nur ein achter Platz beim "Suzuki GSX-R European"-Cup in Misano. Trotzdem ist er wieder in Richtung Spitze vorgerückt und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf den Cup-Leader. Die Konkurrenz half
In Italien war alles anders als sonst. Als Dominic Lammert am letzten Donnerstag abend die Strecke von Misano zu Fuß inspizieren wollte, war das offiziell verboten und der Youngster wenig begeistert. Erst am Freitag um 17.20 Uhr ging er erstmals auf Stippvisite, allerdings schon mit der 135 PS starken 750 ccm-Suzuki. Bei diesem Ausritt musste er zum zweiten Mal schwer schlucken: "Ich habe mitbekommen, dass die Italiener und Österreicher schon eine Woche vorher hier trainieren waren." Dass erklärte auch, warum Fabrizio Pirovano eine gigantische Trainingszeit in den Asphalt brannte. Der 47-jährige Ex-Superbike-Vizeweltmeister ließ es sich in Misano wieder einmal nicht nehmen, als Gast mit einer Wild Card anzutreten, und seine immer noch vorhandene fahrerische Stärke im Cup-Lager zu demonstrieren. Er holte sich im Training die Pole Position. Dominic Lammert qualifizierte sich für den elften Startplatz.
Rückstand schmolz auf drei Punkte
Im Rennen kam der Schüler des Holzwickeder Clara-Schumann-Gymnasiums als Neunter aus der ersten Runde zurück. Zum Schluss sah er als Achter die Zielflagge. "Das war Schadensbegrenzung", stellte Lammert nüchtern fest. Nach der Addition der erreichten Punkte stellte sich das Ergebnis bei objektiver Betrachtung allerdings positiver dar als vermutet. Denn Fabrizio Pirovano, Emanuele Magnanelli, Patric Muff und Valerio Vitiello, welche die ersten vier Plätze belegten, waren ausnahmslos Gäste gewesen und außer der Wertung gefahren. Bester fest eingeschriebener Cup-Fahrer war der Brite Alex Camier auf dem fünften Platz. Er erhielt die volle Punktzahl. Dominic Lammert strich als Vierter in der Wertung immerhin 13 Zähler ein. Damit schmolz sein Rückstand auf Cup-Spitzenreiter Emeric Jonchiere von neun auf nur noch drei Punkte. Der Franzose war in Misano überhaupt nicht Form gewesen. "Insofern ist alles noch mal gutgegangen", sagt Lammert, für den der nächste Lauf in der europäischen Serie am 9. September auf dem EuroSpeedway Lausitz stattfindet. Darauf freut er sich ganz besonders. "Ich hoffe, dass auch Pirovano dort fährt. Dann könnte ich zur Abwechslung dem Altmeister mal wieder zeigen, wo es langgeht. Den Kurs kenne ich." Lammert war es bereits in Assen gelungen, den Rivalen im Training zu besiegen.
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