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Krise des HCT verschärft sich

12.02.2012 | 20:42 Uhr
Krise des HCT verschärft sich
Die fünfte Niederlage vor heimischer Kulisse: Diesmal verlor der HC TuRa Bergkamen (hier mit Mats Wiedemann im Angriff) gegen den VfL Eintracht Hagen II. Am Ende hatten die TuRaner mit 33:37 (13:14) das Nachsehen.

Ein bunter Abend ohne Happy End war das Spiel am Sonntagabend zwischen dem HC TuRa Bergkamen und VfL Eintracht Hagen II. Die TuRaner verloren mit 33:37 (13:4).

HC TuRa Bergkamen – VfL Eintracht Hagen II 33:37 (13:14). Ein bunter Abend ohne Happy End war das Spiel am Sonntagabend zwischen HC TuRa und VfL Eintracht Hagen II.

Viel Farbe ins Spiel brachten dabei die beiden jungen Unparteiischen Bohnensteffen und Sittmann aus Versmold, die die Zuschauer, die es mit den Hausherren hielten, des Öfteren auf die berühmte Palme brachten. Zehn Zeitstrafen verhängten sie gegen den HCT, drei gegen Hagen. Dazu kamen noch drei Rote Karten. Carsten „Horst“ Römermann erhielt sie nach der dritten Zeitstrafe, „Alex“ Katsigiannis bekam sie direkt und die dritte, die gegen Trainer Christof „Curry“ Reichenberger, könnte Symbolcharakter haben.

Allgemein wird damit gerechnet, dass sich in Kürze die Wege zwischen dem Coach und TuRa vorzeitig trennen werden. „Ich denke, das war es für mich. Man muss nun überlegen, was man macht“, sagte Reichenberger nach dem Spiel. „Entweder der Verein sagt: Wir trennen uns, oder ich sag es vielleicht selber.“ Bisher hatte er derartige Absichten von sich gewiesen. „Ich warte auf die Gespräche hier und dann schauen wir, was passiert.“ Vorsitzender Klaus Soth und der Sportliche Leiter, Manfred Turk, bestätigten, dass man sich schon heute turnusmäßig hätte treffen wollen. „Es kommt nicht nur auf das Ergebnis und den Tabellenstand an, sondern auch darauf, in welchem Zustand sich das Team befindet“, so Turk.

Zum eigentlichen Spiel meinte der Trainer, dass er sich weniger über die Schiedsrichter, als vielmehr über seine Mannschaft aufrege. „Mir fehlen da einfach ein bisschen die Worte. Einige wollen, einige wollen nicht ganz so.“ Dabei begann es für die TuRaner recht verheißungsvoll. 6:4 führten sie noch, „dann machen wir zu viele individuelle Fehler, schießen zu früh den Ball weg.“ Nach dem Ausgleich der Gäste, die immer wieder vor allem über den Kreis zum Erfolg kamen („Über den Kreis haben wir 15 Stück bekommen“, Reichenberger), konnte Tobias Weßeling mit seinem 100. Saisontor den HCT noch einmal in Unterzahl beim 12:11 (25.) in Führung werfen. Das war es dann. Zwar konnten die Hausherren noch ein ums andere Mal bis kurz nach der Halbzeit ausgleichen, aber spätestens beim 20:27 war klar, wer als Sieger die Halle verlassen sollte. Da half dann auch der Einsatz von Oldie Jörg „Dose“ Rösener nichts mehr. Einziger Lichtblick an diesem Tage war die starke und unbekümmerte Leistung des A-Jugendlichen Pascal Schreiber, der auf Linksaußen fast 60 Minuten durchspielte und dabei sechs Treffer erzielte.

Pokalspiel schon ohne Reichenberger?

„Die Niederlage geht in Ordnung, Hagen war eben den Tick cleverer, die haben noch den Ball kurz aus dem Handgelenk abgespielt“, so das Fazit von „Curry“. Ob der am Freitag (20 Uhr) beim Pokalspiel des HCT beim Ortsrivalen SuS Oberaden noch auf der Bank sitzt ist fraglich.


HC TuRa Bergkamen:
Massat (n. e.), Papaioannou; Cromm, Katsigiannis (6/1), Krohne (1), Lehmkemper, Pohl (3), Römermann, Schrage, Schreiber (6), Weßeling (8), Wiedemann (9).

WH

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