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"HC Wollek" brilliert am Kamener Koppelteich

20.02.2010 | 08:00 Uhr
"HC Wollek" brilliert am Kamener Koppelteich

Kamen. VfL Kamen – HC Heeren 19:24 (7:12). „Auswärtssieg, Auswärtssieg!“, skandierten Heerens Akteure tanzend nach dem Spiel, denn sie verließen die Halle als Sieger.

Das Derby am Freitagbend begann vor einer guten Zuschauerkulisse in der Sporthalle „Am Koppelteich“ von beiden Teams sehr nervös. Der Gast aus Heeren übernahm nach den ersten Toren in der 5. Minute (1:1) aber das Kommando. Dass der VfL Kamen ständig und auch klar in Rückstand geriet, lag an zwei Spielern der Gäste. Im Angriff war es Linkshänder Sebastian Reiling der ein ums andere Mal einnetzte. Der zweite Garant für die klare Heerener Halbzeitführung war Torhüter Thomas „Wolle“ Wollek. Er brachte mit seinen Paraden die Gegenspiel teilweise zur Verzweiflung, so hielt er unter anderem zwei Siebenmeter. Dabei agierte er nicht nur als Zerberus zwischen den Pfosten, sondern coachte gleichzeitig seine Vorderleute und feuerte sie an. So kam es, dass die Gastgeber ihm gerade einmal sieben Treffer in den ersten 30 Minuten ins Netz befördern konnten. „Das war natürlich viel zu wenig“, klagte ein ziemlich enttäuschter VfL-Trainer Dirk Eggert nach dem Spiel.Nach der Pause konnte der Gast aus Heeren anfangs den Vorsprung halten, obwohl er immer wieder in Unterzahl spielen musste. 20:13 stand es in der 44. Minute für das Team um Horst-Udo Krax und Thomas Wollek. Dann legte der HCH jedoch eine Pause ein, die die Blau-Weißen dazu nutzten, auf 17:20 zu verkürzen. 49:44 stand auf der Hallenuhr, als eine kuriose Verletzung eine Unterbrechung herbeiführte. Beim Stande von 17:22 stießen ohne Einwirkung des Gegners Daniel Pätzold und Florian Warias nach einer eigenen Angriffsaktion so unglücklich mit den Köpfen zusammen, dass „Flo“ Warias mit einer klaffenden Platzwunde ins Krankenhaus gebracht werden musste. Dadurch fehlte den VfLern eine weitere Alternative. Sie mussten schon auf Torhüter Stefan Schaumann und Dirk Sattur verzichten.So konnte der VfL Kamen in den verbleibenden Minuten das Spiel nicht mehr drehen, zumal Thomas Wollek auch in der zweiten Hälfte eine überaus starke Leistung zeigte. Nach dem Spiel war er natürlich entsprechend mit seinem Team zufrieden. „Es war nach meiner Ansicht in doch recht emotionsloses Derby, bei dem nicht die richtige Stimmung aufkam“, fand er doch einen Kritikpunkt. „Ansonsten haben wir hier das Spiel von der ersten Minute an beherrscht. Wir haben hinten wenig Tore zugelassen. 19 Gegentore sind in der Landesliga schon etwas.“

Am nächsten Freitag steht ein weiteres Derby an: Der HC Heeren empfängt um 20 Uhr den TuS Jahn Dellwig.

VfL Kamen: Klepping (1. – 60.), Karras (n.e.); Eggert, Heunemann, Hoppe (2), Krohne (2), Kuropka (3), Pätzold (8/6), Prasun (1), Unbescheid (1), Warias (2).

HC Heeren: Wollek (1. – 60.), Wenzel (nur bei einem Siebenmeter); Ink­mann (5), Lammeck (2), Lysakowski (2), Özdemir (2), Reiling (7/4), Sieger (n.e.), Stehling, Tecklenborg, Thom, Schönfeld (5).

WH

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